Warten, dass es losgeht

Im Moment passiert nicht so viel in der Imkerei. Ich habe vor kurzem Proben mit Totenfall aus den Test-Völkern gekratzt und zum LIB Hohen Neuendorf geschickt.
Außerdem war ich in der Nähe von Hamburg, beim SMR-Methodentag, und vergangenes Wochenende in Leipzig, beim 5. Mitteldeutschen Buckfastimkertag.
Ich habe dort mit den beiden potentiell für mich infrage kommenden Landesverbänden gesprochen, und anschließend, noch am gleichen Tag, meinen Antrag an den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern abgeschickt.

Wenn ich nicht gerade die “Zucht”-Planung für die kommende Saison mache, stehe ich in der Werkstatt. Derzeit baue ich kleine Paletten, die als Beutenständer dienen, aber auch das transportieren der Völker per Sackkarre erleichtern sollen.
Außerdem will ich noch Adapterzargen bauen, in denen ich M+ Rähmchen hängen kann, damit diese, über starke Völker gehängt, ausgebaut und mit Brut belegt werden können. Umgekehrt sollen dann im Herbst die Adapterzargen dazu dienen, unter die Brutzarge gegeben, mit ASG abgetrennt, etwaige Brut auslaufen zu lassen – so man denn das M+ nicht über den Winter führen will.

Außerdem recherchiere ich gerade wegen einer neuen Schleuder. Die alte 4 Waben Tagential macht einfach keine Strecke, wenn man 300-400 Rähmchen ausschleudern will. Und in diese Größenordnung würde ich meine Imkerei gerne bewegen.

In einer Woche lege ich wieder Windeln unter die Völker. Dann werden Milben gezählt und kurz darauf der Versuch mit dem Pollenfutterteig gestartet.
Allerdings bin ich mit dem Kopf hauptsächlich bei der Zucht. Im Sommer soll von guten Herkünften umgelarvt und die Töchter auf eine Belegstelle verbracht werden.

Gelm und die Oie, die von mir präferierten Belegstellen, passen terminlich nicht. Jetzt habe ich mit Ralf Kolbe telefoniert, und bei seiner Belegstelle sieht es terminlich für mich deutlich entspannter aus. Und zu guter letzt machte der Ralf Kolbe am Telefon einen super sympathischen Eindruck, und einen guten Ruf haben seine Bienen sowieso.

Wenn alles klappt (was es nie tut), dann will ich dieses Jahr die Grundlagen für ein solides Buckfast-Fundament in meiner Imkerei legen.

Dies und das – Vorbereitungen 2019

Das letzte Wochenende beim Imkerforumstreffen hat mich etwas zurückgeworfen, was die Vorbereitungen wie die kommende Saison betrifft.

Sachen basteln

Ich habe noch 90 Rähmchen, die mit Polsternägel versehen werden müssen, in Zulieferung befinden sich außerdem noch einmal 120 Normalmaßrähmchen und 45 Dadant Brutraumrähmchen (welche auch noch Polsternägel benötigen). In Summe sind das also 250 Rähmchen, in welche noch Mittelwände gelötet werden müssen. Außerdem warten noch 6 Ablegerkästen darauf, gestrichen zu werden.

Noch nix an den Völkern – aufs Wetter warten

Im Augenblick warte ich noch auf besseres Wetter.
Ich will bei warmen Wetter endlich prüfen, ob der Brutraum von mir halbwegs richtig angepasst worden ist. Bei einigen Völkern dürfte er mittlerweile etwas eng sein, weil ich hier eher etwas straffer zu Werke gegangen bin (mehr Platz geben ist einfacher, als ein zu sehr verteiltes Brutnest wieder einzufangen).
Das eine Volk in der Segeberger Beute soll auch einen zweiten Brutraum bekommen. Dieses Volk ist zwar ätzend in der Handhabung, aber brutfreudig. Deswegen sollen die möglichst viele Brutwaben machen, und dann reisse ich sie im Mai auseinander und bestücke damit meine Begattungseinheiten.

Im August gehts zum VSH Projekt nach Bayern

Ich werde Anfang August für ein Wochenende nach Bayern runterfahren, um dort beim Auszählen von mit Milben geimpften Völkern zu helfen.

Dies passiert im Rahmen des VSH Projektes des Landesverbandes der Buckfastzüchter Bayerns. Drauf gebracht hat mich der Zuchtkoordinator Stefan Luff, der meine Frage, wie man denn helfen könne, eben so beantwortete: “Komm’ halt zum Zählen her!”
Jetzt habe ich das mit der Familie und der Arbeit so weit geregelt, dass ich dann am 9.8. irgendwo in Bayern aufschlage und das Wochenende über ein Mikroskop gebeugt verbringe.
Das wird toll!

Insgesamt komme ich mit allem gut voran, und ich gehe dieses Frühjahr mit den Vorbereitungen deutlich kompromissloser zu Werke als das letztes Jahr der Fall gewesen ist.
In 2018 fehlte mir immer wieder irgendetwas, meist Zargen und Rähmchen, und ich musste dann immer irgendwie spontan reagieren.
Auch die Nebengewerke, wie Rähmchen ausschmelzen, waren in der Vergangenheit aufgrund unzureichender Werkzeuge, immer zeitintensiv und aufwändig. Hier hoffe ich, mit neuer Technik effektiver arbeiten zu können.

Ein letzter Punkt ist, dass ich langsam damit anfange, kleine Cafés oder Lebensmittelhändler anzusprechen, und zu schauen, ob man dort Interesse hat, Honig zu verkaufen, und wenn ja, zu welchen Konditionen. Man muss ja am Ball bleiben…

Das ganze Internet leer kaufen!

Es musste sein: Es gab noch so viele Dinge, die für die kommende Saison benötigt werden, dass ich jetzt alles auf einmal zusammenge- und am Ende auch -bestellt habe.

Es gibt unterschiedliche Projekte, welche Material benötigen.
So will ich dieses Jahr 15 Königinnen bestellen und bei mir am Stand begatten lassen. Für jede benötige ich eine Begattungseinheit. Weil ich nicht ein weiteres Standmaß vorhalten will (also neben DNM und Dadant jetzt auch noch Mini+), und die Königinnen nach einer Begattung auch noch eine Weile in ihren Ablegern schaffen sollen (Vorprüfung und so), kommen auch kein Apideas in Frage, zumal ich einen Teil der Ableger auch als Erstz überwintern möchte. Also musste ich eine größere Anzahl Ablegerkästen ordern.
Hier habe ich mich für die Frankenbeuten-Ableger entschieden. Diese sind aus Styrodur, dank Zargen modular erweiterbar, vergleichsweise schmal, haben ein Metall-Varroagitter und einen Bodenschieber, Mäusegitter gibt es auch dazu und mit einem Erhöhungsring kann man von DNM auf DNM 1,5 erweitern. Anders ausgedrückt: Das System ist maximal flexibel, um damit überwintern zu können und meine Umstellung auf DNM 1,5 zu begleiten. Und um all die Ablegerkästen mit Rähmchen samt Mittelwänden auffüllen zu können, wenn denn die Kö’s erfolgreich am Legen sind, braucht es auch entsprechend Holz und Wachs.

Außerdem brauche ich noch diverse DNM 1,5 Brutraumzargen.
Alles, was jetzt noch auf DNM fährt, soll im Sommer im Rahmen der TBE auf DNM 1,5 umgestellt werden. Dazu benötigt werden noch entsprechende Rähmchen, Mittelwände und Polsternägel. Außerdem müssen noch Böden und Deckel für das Mehr an Brutsammlern her, die mit der TBE entstehen. Diese gehen dann zwar nach einer hoffentlich erfolgreichen Überwinterung in 2021 in der Verkauf, aber trotzdem muss ja erst mal was da sein.

Bienenfluchten und Absperrgitter. Mein Völkerbestand hat sich ja etwas vergrößert, im Vergleich zum Vorjahr, und so muss auch der ganze Kleinkram beschafft werden. Absperrgitter sind in meiner Betriebsweise obligatorisch und Bienenfluchten machen das Leben signifikant leichter, wenn es an die Ernte geht.

Meine Dadantbeutenbestellung bei der Bergwiesenimkerei ist dort noch in Arbeit. Aber die Dadant Brutraumrähmchen wollten schon mal geordert werden. Ebenfalls habe ich mir bei Icko die dazugehörigen geraden Deckel bestellt, sowie die von mir bevorzugten Nicot-Futterzargen.

Und dann, als kleiner Bonus: Einen Wachsschmelztrichter. Meine bisherige Konstruktion konnte nur 8 Rähmchen pro Schmelzdurchgang schaffen, und bei meiner jetzigen Betriebsgröße wird man da einfach nicht fertig. Ein Zargenturm mit Waben, welche eingeschmolzen werden, verspricht da eine immense Zeitersparnis.

Wenn denn der ganze Spaß eintrifft, muss ich ein paar hundert Rähmchen mit Polsternägel bestücken, und wenn ich ehrlich bin, weiss ich jetzt schon, dass dies eher zu den ungeliebten Arbeiten in der Imkerei gehört.

Hingegen die ganzen Zargen zu streichen, mache ich an einem schönen Frühlingstag eigentlich ganz gerne. Diese Arbeit ist auch mit weniger Lärm verbunden, als die Polsternägel reinzukloppen 😉