Instägrämm!

2022.5 – Das Karussell

In meiner Kindheit gab es auf Spielplätzen noch diese kleinen Karusselle, die aus massiven Eisenstangen zusammengeschweißt waren, äußerst unbequem zum Sitzen, bei denen ein oder zwei Kinder darin sitzen konnten, während ein weiteres Kind (oder gerne auch die Eltern) von außen Anschwung gaben.

Wenn man einmal im Karussell saß, war man der Gnade des Anschwung gebenden Kindes ausgeliefert, wie schnell und schmerzhaft die Fahrt werden würde. Denn die Fliehkräfte waren aufgrund des kleinen Radius’ enorm, vom Schwindelgefühl einmal ganz abgesehen.
Allzu schnell hatte man das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, allzu schnell begann man sich unwohl zu fühlen.

Die Saison in einer Imkerei ist dem sehr ähnlich: Kaum hat man Platz genommen, und will die Fahrt genießen (im übertragenen Sinne, versteht sich), schon nimmt alles so schnell Fahrt auf, dass die Fliehkräfte alles in Stücke zu reißen drohen. Dabei sind es die Bienen und die Trachten, die außerhalb stehen und Anschwung geben, während man im Karussell sitzend versucht, nicht zu kotzen.

Wandern

Ich habe jetzt eigentlich alle Figuren ein erstes Mal gezogen, will sagen: Die Bienen sind jetzt unterwegs.
Ich habe diesmal mehr Standplätze als letztes Jahr und habe dabei viel kleinteiliger aufgestellt. Meine Erfahrungen deuten darauf hin, das weniger manchmal mehr ist: Ich hatte in der Vergangenheit einen Lindenstandort, da konnte ich zwar maximal 5 Völker hinstellen, aber diese Völker haben Honig wie irre angeschleppt, während an einem sehr ähnlichen Standort mit 10-15 Völkern der Ertrag pro Volk deutlich schlechter ausfiel.

Aktuell habe ich an einem Stand mit nur 2 Völkern bereits den 4. Honigraum aufsetzen müssen, weil diese beiden Kisten rappelvoll sind. Da lohnt sich dann auch das Anfahren des Standortes, wenngleich da nicht viele Völker stehen.

Ich sehe die kleinteilige Verteilung auch als Risikomanagement. Wenn ein Standort wegen Krankheit, Vandalismus, Diebstahl oder Wetter ausfällt, bleiben noch Alternativen. Aber das erzeugt natürlich auch alles mehr Aufwand und Fahrerei.

Honigräume

Letztes Jahr habe ich bei weitem nicht alle Honigräume gebraucht. Irgendwie lief da die Saison nicht gut.
Ich will mich nicht zu früh freuen, aber dieses Jahr gehen die HR deutlich schneller aus dem Lager auf die Völker, und zwar erst dann, wenn ich denke, dass es wirklich nötig ist. Wenn es so weitergehen würde wie bisher, dann gehen mir eher früher als später die Kisten aus. Das Karussell dreht sich halt.

Ich habe im Imkerforum eine Diskussion verfolgt, in der es um das Geben des 1. Honigraumes ging.

Für mich gibt es da im Großen und Ganzen nur ein Kriterium: Wenn ich die Kiste im Frühjahr aufmache und denke “Oh! Viele Bienen!”, dann wirds Zeit für den ersten HR. Wenn dann die Brutwaben des angepassten Brutraumes auch noch dicht bebrütet sind, dann sollte der HR wirklich rauf, denn da wird ja bald etliches an Bienenmasse schlüpfen und Platz brauchen.

Der nächste HR, und alle weiteren, folgen dann mehr oder weniger klassisch: Wenn man beim Runternehmen merkt, dass da was drin ist und er auch reichlich von Bienen belaufen wird, dann kommt der Nächste rauf. Das Problem ist meistens, dass die Bienen einen überraschen und viel schneller HR 1 vollgetragen haben, als man es ursprünglich antizipiert hatte.

Mini Plus auflösen

Ich habe jetzt alle Mini Plus auf Dadant geschlagen. Ein Volk ist noch übrig, welches Brutwaben gesammelt hat und vermutlich in 1-2 Wochen explodiert, aber sonst sind alle aufs Standmaß gesetzt. Es gibt noch weitere Miniplus Türme, die aktuell nachschaffen.
Ich werde diese wohl doch noch dazu benutzen, Königinnen begatten zu lassen, bevor sie endgültig leer gemacht werden.

Ich finde M+ gut, aber da ich nicht auf eine Belegstelle fahren möchte, macht es eben doch auch viel Arbeit, ein zweites Rähmchenmaß zu führen. Es fühlt sich gut an, hier zu verschlanken und zu vereinfachen.

Überlebensvölker

Ich bin mit 4 Völkern aus unserem VSH Zuchtprogramm in den Winter gegangen, 3 davon haben unbehandelt überlebt. Alle 4 Königinnen waren künstlich besamt worden, von den 3en, die noch da sind, scheint einer gerade der Saft auszugehen – sie zeigt zu viel Drohnenbrut. Die verbleibenden zwei sehen aber sehr gut aus: Gesund, ruhig, stark, schönes Brutnest. Die Frage ist, ob und wie man damit weiter macht. Für eigene Prüfserien fehlen mir Zeit und Völker, aber auf jeden Fall kann ich Daten zurück liefern, damit der Züchter das in seine Selektion mit einbeziehen kann. Aber man muss das Karussell im Blick behalten.

Königinnen ziehen

Ich habe zu Königinnen, die ich letztes Jahr rausgegeben habe, positive Rückmeldungen bekommen. Die Zuchtmütter sind auch beide noch da und sehen ok aus. Der Winter hat aber auch noch andere interessante Kandidatinnen hervorgebracht.
Auch hätte ich die Möglichkeit, Jungfern zu ziehen und dann über den Verband künstlich besamen zu lassen. Das wäre aus züchterischer Sicht eine sehr gute, zuverlässige Methode einer gezielten Anpaarung. Aber das Karussell – man merkt sofort, wie einer zum Anschwung ausholt…

2022.4 – erste Honigräume

Das Wetter wird besser, der Frühling kommt jetzt mit Nachdruck und ich schalte langsam um von Werkstattmodus auf Bienenmodus (obwohl ich noch einiges auf der ToDo Liste der Werkstatt habe).

Die letztes Tage sind die ersten Honigräume auf die Völker gekommen, wobei noch nicht wirklich viel rein kommt.

Allerdings werde ich jetzt zwei Wochen nicht an die Völker kommen, die Wettervorhersage steht auf Warm und die Kirschen sind gestern aufgegangen. Allerdings haben nur die starken Völker einen HR erhalten, die anderen sollen noch zusammen gehalten und eng geführt werden, weil die Entwicklung von Brut und Bienenmasse nicht dem entsprechen, was ich von einem aufsetzbereiten Volk erwarte. Leider sind meine Doppelböden noch nicht fertig, sonst hätte ich Doppelvölker gebildet, um dieses Vorgehen endlich einmal auszuprobieren.

Honigräume gebe ich dann, wenn ich eine Kiste aufmache und denke “au weia, viele Bienen!”, und sich dieser Eindruck auch bestätigt, wenn ich durchblättere. Bei Völkern, wo ich innerlich aufstöhne, weil ich einfach mehr Bienen und mehr Brut erwartet hätte, lasse ich den HR noch weg. Es ist ja auch so, dass in meiner Region zu dieser Zeit nicht gerade Unmengen an Nektar eingetragen werden. Und da nur die starken Völker wirklich nennenswert etwas eintragen (können), werden die schwächeren Einheiten eng weiter geführt. Dabei orientiere ich mich insbesondere an den für mich schlüssigen Ausführungen von Ralf Kolbe.

Die Völker sehen – wie jedes Jahr – gemischt aus.
Was aber eindeutig erkennbar ist, ist dass das Frühjahr bei der Brut von Auf und Abs geprägt war: Es wurde viel Brut angelegt, dann wurde wieder eine Pause eingelegt, dann wurde es wärmer, und es wurde wieder Gas gegeben, bevor der nächste Kälterückschlag die Legetätigkeit eingebremst hat.
Daher sind die angepassten Bruträume zwar alle gut bebrütet, allerdings aktuell entweder mit verdeckelter Brut oder Stiften und nur sehr wenig Maden. Dazwischen immer wieder viel Pollen und auch frischer Nektar. Ralf Kolbe würde das ganze einen “Schweinestall” nennen, allerdings gehe ich davon aus, wenn das Wetter stabil bleibt und die Nachtfröste aufhören, dass der Schweinestall dann einfach sauber weg gebrütet wird. Die Bienen besetzten jedenfalls den Brutbereich jeweils zweilagig, was mir anzeigt, dass Volumen der Brutfläche und Masse der Bienen zueinander passen. Jetzt braucht es vielleicht nur noch konstante Plusgrade.

Jedenfalls nimmt die Saison jetzt rasant an Fahrt auf.

2022.3 – Frühling?

Anfang März war ich auf dem alljährlichen Imkerforumstreffen, irgendwo in Hessen, und es war wieder einmal sehr schön.

Das Tolle an diesen Treffen ist, die Menschen hinter den Forumsbeiträgen kennenzulernen und sich intensiv fachlich auszutauschen. So haben wir alle gemeinsam ein ordentliches Vortragsprogramm improvisiert, welches erstaunlich vielseitig war. Es ist auch weit weniger nerdig, als man als außenstehender denken würde – Imker sind doch größtenteils ziemlich normale Menschen.

Licht und Schatten

Die Frühjahrsentwicklung schreitet voran, allerdings mitunter langsamer, als es zunächst den Anschein hatte.
Die Völker, die Mitte Februar noch sehr, sehr stark waren, sind immer noch stark, allerdings haben sie in den letzten 4 Wochen schon etwas federn lassen.
Man sieht auch, dass das Brutgeschäft trotz Thermoschied wieder eingeschränkt wurde.

Die letztjährigen Ableger in Steht Styrodur Kisten haben alle recht wenig Futter verbraucht und sehen, so weit geprüft, auch alle recht gut aus. Allerdings komme ich jetzt an einen Punkt, wo auch diese Kisten nachgefüttert werden müssen (ein Ableger hat in drei Wochen 5 KG Futterteig weg geatmet, die dritte Packung liegt jetzt auf).

Es ist irgendwie ein ganz normales Frühjahr, was die Auswinterung betrifft.

Holzarbeiten

Immer wieder arbeite ich auch an Zargen. Aktuell habe ich die geplante Anzahl an Bruträumen fertig gestellt, jetzt mache ich mich daran, Böden zu bauen.

Ich werde spezielle Böden für Ableger bauen – also dass ich 2 Ableger in einer 10er Dadant Kiste unterbringen kann, welche mittig durch ein bienendichtes Trennschied voneinander separiert werden. Dazu soll der Boden sowohl vorne als auch hinten ein Flugloch haben (ich finde es gut, wenn Beuten so aufgestellt werden, dass die Fluglöcher auf unterschiedlichen Seiten liegen, um so den Verflug etwas minimieren).

Es ist noch mehr in der Pipeline, Deckel beispielsweise, und irgendwie rennt mir schon wieder die Zeit davon.

Zucht

Ich bekomme dieses Jahr einen Großteil der Königinnen von Züchtern aus meinem Zuchtverband, damit ich diese prüfen kann. Trotzdem liebäugle ich damit, eine Serie selbst zu ziehen, einfach des Spaßes wegen.

Es gibt da dieses eine Volk, welches sich scheinbar resistent gegen CBPV gezeigt hat, obwohl es massiv kranken Bienen ausgesetzt war. Es ist eine B3435 Herkunft aus 2020, deren Gene ich vielleicht doch mal sichern sollte.

Ende Mai werde ich wohl auch bei mir einen Umlarvtag anbieten. Zumindest hat mein Zuchtverband mich darum gebeten. Man wird nur mal sehen müssen, welche Herkünfte ich sinnvollerweise anbiete. Womöglich meine Überlebensvölker aus dem VSH Zuchtprogramm:

Überlebensvölker

Letztes Jahr habe ich 4 Königinnen bekommen und künstlich besamen lassen, welche dem VSH Zuchtprogramm unseres Zuchtverbandes entstammen. Diese Königinnen wurde in Mini Plus Völker eingeweiselt und dann nicht mehr behandelt.
Diese M+ haben mit ihren Bienen und Brutwaben alles an Milben mitgebracht, was diese Völkchen eben so hatten. Die besamten Königinnen haben dann ihre Genetik gestiftet und somit hatten diese Völker irgendwann nur noch Töchter der Zuchtköniginnen vorzuweisen, und damit musste dann die Varroapopulation in Schach gehalten werden.

Irgendwann im Winter war dann eines der vier Völker tot: Wenig Bienen, Futterabriss, klassische Anzeichen eines Varroaschadens. Aber die anderen drei sind immer noch da und erfreuen sich offenbar bester Gesundheit. Ob diese jetzt wirklich die Milbenpopulation via VSH/SMR drücken konnten, kann ich aktuell schwerlich feststellen, aber zumindest ein Volk, die Tochter der B1(BPF) macht locker 4 Miniplus Zargen voll.

Diese drei werde ich auf Dadant umwohnen und dann unbehandelt weiter führen und prüfen, ob sich hier VSH/SMR Eigenschaften feststellen lassen (sprich: ich behandle nicht).
Aber eventuell ergeben sich schon Hinweise darauf, welche Anpaarung eine vielversprechende Kombination sein könnte.

2022.2 – Schieden, anpassen, nicht verhungern lassen

Eigentlich will ich ja nur über Bienen schreiben. Aber wie soll das gehen, in diesen Tagen, wenn um die Ecke ein Krieg ausgebrochen ist?
Wie soll man dieser Tage nicht verzagen?

Was mich wieder einmal rettet, so von der geistigen Gesundheit her betrachtet, sind eben die Bienen, die Arbeit in der Imkerei. Wenn ich rausfahre und irgendetwas mit Imkerei mache, dann vergesse ich den Rest und die Gedanken können einmal zur Ruhe kommen.

Völker anpassen – schieden

Mitte Februar gab es ein paar warme Tage. Einen dieser Tage habe ich genutzt, die eine Hälfte der Völker zu schieden, bzw. ihren Brutbereich auf jene Größe festzulegen, die sich jetzt meiner subjektiven Meinung nach angeboten hat. Die andere Hälfte habe ich nicht geschafft, und jetzt habe ich einen schönen Vergleichstest zwischen “früh geschiedet” und “spät geschiedet”, denn derzeit ist es noch unsicher, wann das nächste Zeitfenster eine Anpassung der anderen Völker ermöglicht.

Volk nach Schied setzen – vielleicht etwas arg konservativ knapp geschiedet…

Hatte der Heuvel vielleicht doch recht?

Ich hatte ja notgedrungen im letzten Jahr die Behandlungsmethode angewendet, welche Bernhard Heuvel in seinem Buch empfiehlt, um “fette” Winterbienen zu bekommen.

Tatsächlich sahen Mitte Februar überraschend viele Völker “fett” aus, zumindest, was die Bienenmasse anbelangt. Auch waren diese Völker fast alle ausgesprochen milbenarm (was ich aufgrund der Auszählung der Bienenproben des DeBiMo weiß).

Ist jetzt schon eines der stärksten Völker…

Der Winter ist noch nicht vorbei. Ich bin immer bis zuletzt skeptisch (aka ängstlich), dass da noch etwas schief geht, denn auch der Totenfall war dieses Jahr mitunter ausgesprochen hoch, als auch dass ich an manchen Beuten Hinweise auf Durchfallerkrankungen sehe (wenngleich bei einem Blick in die Kiste sich der Eindruck nicht bestätigt hat).

Hmmmm…?

Jedenfalls habe ich mich schon vermehrt gefragt, was es mit seinen (Heuvels) Erläuterungen zum Fettkörper auf sich hat, ob das nicht doch eine relevante Theorie ist, deren Berücksichtigung maßgeblich Auswirkungen auf die Über- und Auswinterung eines Bienenvolkes hat.
Insbesondere hinsichtlich dem Unterschied zur TBE könnte hier eine größere Bedeutung beigemessen werden. Während die TBE eine zuverlässige Methode ist, Völker von der Milbe zu befreien und über den Winter zu bringen, so sehen doch die ApiVar Völker, die ohne TBE und ohne Ameisensäure behandelt wurden, besser aus, als alle anderen…

Nur: ApiVar war für ich eine absolute Ausnahme und der besonderen Situation geschuldet. Ich möchte keine Chemo-Streifen in meine Beuten hängen, etwas daran sperrt sich in mir, auch wenn anderswo in der Welt das deutlich entspannter gesehen wird (und laut Heuvel auch zu keiner Rückstandsproblematik führen soll).
Ich konnte auch beobachten, dass bei manchen Kisten das ApiVar nicht zuverlässig gewirkt hatte und eine weiterführende Behandlung im September notwendig wurde. Ähnliches berichtete ein Imker aus dem Alten Land: Sowohl bei ihm selbst, als auch bei Imkerkollegen hat es im Winter nach einer ApiVar Behandlung signifikante Ausfälle gegeben – man vermutet eine mangelhafte Charge an ApiVar Streifen.

Ich werde also dieses Jahr meine Taktik leicht ändern:
Ich werde den Brutraum immer noch anpassen, allerdings die Brutzarge mit Rähmchen voll machen und so es den Bienen ermöglichen, Nektar und Pollen auch in der Brutzarge anzulegen (bisher hatte ich im Brutraum nur noch 4-7 Rähmchen mit Brut, der Rest war Leerraum). Wenn es dann nur TBE kommt, verbleiben in der Kiste immer noch ausgebaute Rähmchen mit Pollen und Nektar, auf welche die Bienen zurück greifen können. Die Heimstatt wird also nicht vollständig “blank” gemacht.

Als eine Abwandlung habe ich mir etwas überlegt, was mit Ablegern zu tun hat und auf den Namen “Totaler Bruttausch” hören soll, aber dazu vielleicht ein andermal mehr…

Immer noch bauen

Ich baue immer noch mit Holz Dinge. Hauptsächlich Brutraumzargen, wobei ich nicht sonderlich viele baue – ich brauche einfach nur lange.

Ich habe auch ein paar Abstandshalter für meine Ablegerkästen gebaut, welche dazu verwendet werden, Futterteig auflegen zu können.

Abstandsring

Ich habe aber immer noch eine erschreckend lange Todo Liste, wenn es um das Bauen geht. Gleichzeitig macht mich das Bauen aber auch sehr glücklich.

Ich halte immer noch an dem Plan fest, keine dezidierten Ableger zu bauen, sondern Bögen und Trennschiede, die es mir ermöglichen, einen normalen Brutraum in zwei Abteile zu unterteilen (und auch getrennt füttern zu können).
Ich werde das zu gegebener Zeit an dieser Stelle dann mal vorstellen.

Was ich bestürzt zur Kenntnis nehmen musste: Mein Haus- und Hoflieferant, die Bergwiesenimkerei, hört auf. Man wird dort künftig keine Beuten mehr bauen. Damit hört mit dem Herrn Siebert meine Erachtens der beste Beutenbauer des Landes auf. Ich hätte nicht gewusst, wo ich künftig meine 10er Dadant Beuten in der Qualität mit diesen Merkmalen her bekomme. Ich habe das Glück, alle Beuten, die ich künftig brauchen werde, schon zu haben. Außerdem baue ich für mich in ähnlicher Qualität, dank des guten Holzes, was ich kaufen konnte. Aber trotzdem finde ich das ausgesprochen blöd, dass die Bergwiesenimkerei aufhören musste.

Honig machen

Ich habe noch Honig in Eimern. Der muss jetzt da raus und in Gläser.
Das steht jetzt, neben allem anderen, auch noch an. Aber es wird ja gar nicht mehr so lange dauern, da kommt dann schon neuer Honig rein.

Erfreulich ist, dass ich für die Linde dieses Jahr wieder einen vermutlich sehr guten Standplatz ergattern konnte, nachdem mein alter Standplatz vom Eigentümer gekündigt wurde, als dieser feststellen musste, dass ich Querdenker, Impfgegner und Maskenverweigerer doof finde (es war eine absurde Situation… aber diese Zeit ist ja voller absurder Momente).
Ich suche immer noch nach guten Plätzen für Robinie, aber da ists derzeit echt schwierig.

Ansonsten: Ich werde dieses Jahr meine Völker in kleineren Gruppen mehr verteilen und versuchen, Ansammlungen von >10 Völker zu vermeiden. Im Moment ziele ich auf 6 Völker pro Standort ab, wobei diese Standorte dann auch nicht weit auseinander liegen werden.
Aber ich möchte verhindern, dass eventuell auftretende Krankheiten sich wieder schnell von Volk zu Volk verteilen können. Außerdem werde ich insgesamt weniger Völker wandern. Ich werde den Großteil im April an seinen Standort verbringen und dann bis Ende des Sommers dort stehen lassen, und nur ein, zwei kleinere Gruppen regelmäßig umsetzen.

So zumindest der Plan. Aber was sind schon Pläne…

2022.1 – Basteln und Bauen

Die neue Saison beginnt dieses Jahr etwas anders als sonst: Ich habe nicht direkt Beuten und Honigräume bestellt, sondern Holz und Maschinen wie Kreissägen, Fräse, Bohrer usw. usf.

Ich habe angefangen, Bruträume zu bauen, und wer mir auf Instagram folgt, hat schon erste Ergebnisse sehen können. Das ganze ist für jemanden wie mich, der praktisch keinerlei Erfahrung im Holzbau hat, schon ausgesprochen mühsam und zeitraubend. Aber eben auch sehr befriedigend, wenn es denn klappt.

Ich will rund 16 Bruträume bauen, und dazu probiere ich gerade unterschiedliche Verbindungen aus, Fingerzinken, Nut und Feder, pipapo. Weiterhin brauche ich dann noch 10 Böden und 10 Deckel sowie 10 bienendichte Trennschiede.

Die Idee ist nämlich, Bruträume zu teilen und darin pro Beute jeweils 2 Ableger zu parken.
Daher benötige ich auch “spezielle” Böden, bzw. habe ich konkrete Ansprüche an die Böden (als auch an die Deckel):

Das Trennschied soll im Boden in eine Nut laufen, um etwaige Bewegungen des Schieds während des Transportes zu verhindern. Außerdem will ich ein Flugloch vorne und eines hinten haben, damit die Ableger entgegengesetzte Fluglöcher haben, und nicht nebeneinanderliegende.
Außerdem müssen in die Böden meine Standard-Varroaschubladen passen, also jene, die ich mit den Beuten von der Bergwiesenimkerei bekommen habe.
Bestenfalls passen auch die schon vorhandenen Anflugbretter an die Beuten.

Die Deckel sollen in der Mitte zweigeteilt sein, mit jeweils einem Spundloch pro Seite, damit ich im Frühjahr/Spätwinter ggf. jede Einheit getrennt von einander nachfüttern kann (ja, ich will darin auch Völker überwintern).

Was perfekt zu einem geteilten Brutraum passt, sind meine Nicot Futterzargen, welche zwei getrennte Aufstiege haben.

So soll also eine Ablegerkiste entstehen, die weitestgehend kompatibel zu meinen normalen Dadantkisten ist, die im Grunde auch vollwertig als Honig-machende Beute zu verwenden sind, die aber bei Bedarf auch geteilt werden können.

Wenn ich eine TBE mache, und im Schnitt 5-6 Brutwaben einem Wirtschaftsvolk entnehme, kann ich in einer Kiste die Brutwaben von zwei Völkern unterbringen und daraus 2 neue Ableger machen, so der Plan. Wenn dann eine Einheit in diesem Duo nichts wird, dann ziehe ich einfach das Schied, und habe dann eine funktionierende Einheit, ohne irgendwelche anderen Maßnahmen ergreifen zu müssen.
Das ist alles nicht wirklich neu, all das gibts schon, nur hatte ich eben Bock, etwas zu bauen.
Und das mache ich jetzt.

Wenn sich das System bewährt, will ich davon mehr bauen, und zwar so viel, dass ich meine Kunststoff-Stehr Ablegerkisten nicht mehr brauche. Dann öffnet sich der Weg Richtung Bio-Zertifizierung wieder ein Stückchen mehr.

Insgesamt bin ich jetzt an einem Punkt, wo ich mich freue, wenn es wieder mit den Bienen los geht. Aber bis dahin ist noch einiges zu tun.

Frohes und gesundes Neues Jahr, werter Leser

Besser spät als nie, wünsche ich dem treuen Leser, der treuen Leserin ein gesundes und auch frohes Neues Jahr.

Wir haben in letzter Zeit nicht so viel voneinander gehört, oder anders ausgedrückt: Meine Schreibtätigkeit hat etwas nachgelassen in den letzten Monaten. Aber es hat ja auch etwas sehr Repetetives, so ein Bienenjahr. Daher gab es auch nicht immer wirklich Neues zu berichten. Und dann kostete alles auch etwas mehr Kraft als sonst – als vor der Pandemie.

Diese Pandemie ist seit nunmehr zwei Jahren das alles bestimmende Thema, und natürlich macht das alles auch vor der Imkerei nicht Halt, Messen fallen aus, Konferenzen ebenso und das Imkerforumstreffen konnte in 2021 auch nicht so stattfinden, wie geplant (wenngleich wir im September ein wirklich schönes Outdoortreffen hatten).

Diese Pandemie drückt auch insgesamt auf die Stimmung. Es ist nicht unbedingt das Virus selbst, oder die Einschränkungen, mit denen eine Pandemiebekämpfung einhergeht. Es ist diese kleine, nervige, laute Minderheit, welche in ihrer Parallelwelt lebt, für Argumente nicht mehr erreichbar ist und Tag für Tag ein gemeinsames, solidarisches Zusammenarbeiten gegen das Virus sabotiert.

Der treue Leser mag bemerkt haben, dass ich vielleicht nicht einen Wissenschaftsfetisch habe, aber ich insgesamt ein großer Freund bin von Entscheidungen, die auf einer soliden Basis von Fakten oder zumindest sehr plausiblen Annahmen getroffen werden. Es hat ja auch Gründe, warum ich beim Deutschen Bienenmonitoring mitmache (Daten sammeln, aus denen sich plausible Handlungsempfehlungen ableiten lassen, zum Beispiel) oder hier immer wieder ausführlich darlege, welche Daten zu welchen Entscheidungen führen.

Da mag es wenig überraschend sein, dass ich an der derzeitigen Verfasstheit unserer Gesellschaft leide, wenn ich sehe, wie ein Teil davon mit dem Fakt des Vorhandenseins des Coronavirus umgeht, oder auch beispielsweise mit der herannahenden Klimakatastrophe.

Der mitlesende Imker mag mir zustimmen: Als Bienenhalter ist man ziemlich dicht dran am Puls des Klimas. Die Bienen, als eine Art Indikator mit 6 Beinen, zeigen einem jedes Jahr mehr und mehr, wie die sie umgebende Umwelt in eine Schieflage gerät. Es gibt Regionen in Süddeutschland, da haben die Bienen Mühe, überhaupt noch Nektar zu sammeln. In etlichen Regionen musste im Frühjahr 2021 zugefüttert werden, weil die Bienen nicht ausreichend Nahrung fanden, in Brandenburg leidet man seit 2018 an einer anhaltenden Dürre.

Wenn man also als Typ mit Bienen ziemlich direkt in den Klimawandel blickt, dann hat man für den Typ mit dem “Fuck You Greta!” Aufkleber auf dem SUV nur noch ein Kopfschütteln übrig. Es wird übrigens auch nicht besser, wenn man mit solchen Leuten ins Gespräch kommen will – zu schnell muss man sich dann etwas anhören über die “Klimalüge”, die vom “Zwangsgebührenfinanzierten Staatsfunk” propagiert werden würde, von “Vielflieger Luisa” und darüber, dass diese “verwöhnten Fridays for Future Kinder doch erstmal ihr eigenes Geld verdienen sollen, bevor sie anderen Vorschriften machen wollen!”

Das ist der gleiche Schlag von Mensch, der jetzt in einer Pandemie mit einem Virus, welches etwa 2-3% seiner Erkrankten tötet, behauptet, dass Spaziergänge das eigene Immunsystem so stärken, dass das Virus ihnen nichts anhaben könne, der meint, das Virus und die Impfung sei Teil einer groß angelegten Verschwörung rund um einen “Great Reset”, oder der sich nicht impfen lassen möchte, weil die “Impfung ja gar nicht erprobt sei” und man Teil eines “Genexperiments” würde.
Die gleichen Leute, die heute keine Angst vor Corona haben, weil es ja nur ein Schnupfen sei, und die auch nicht von >100.000 Toten von diesem Glauben abgebracht werden können, hatten 2016 noch Angst, dass in Deutschland eine Umvolkung drohte; die gleichen, die eine Coronaimpfung ablehnen, weil “man ja nicht wisse, was da eigentlich in dem Impfstoff enthalten ist”, haben sich bis vor der Pandemie alle Impfungen in den Oberarm drücken lassen, um nach Thailand in den Ladyboy Puff fliegen zu können. In der Muckibude trifft man Menschen, die sich vor dem Training Pillen aus dem Internet in den Rachen werfen um “besser trainieren” zu können, die sich nach dem Training Shakes aus Pülverchen fragwürdiger Herkunft rein kippen, um den Muskelaufbau zu stimulieren, aber in der Umkleide, mit dem Shake in der Hand, darüber lamentieren, sich nicht impfen zu lassen, “weil man ja nicht wissen kann, welche Langzeitfolgen das Impfen hat”

Ich könnte ewig so weitermachen, Beispiele zu schildern für jene Idiotie, die mich an unserer Gesellschaft verzagen lässt. Dabei handelt es sich allem Anschein nach tatsächlich um eine Minderheit. Die allermeisten Menschen handeln zumeist verantwortungsvoll und umsichtig. Aber es ist diese krakeelende Minderheit, die es irgendwie schafft, die Mehrheit der Vernünftigen vor sich herzutreiben. Das gilt bei Corona genau so wie für den Kampf gegen die Klimakatastrophe.
Dass wir in Deutschland Beispielsweise kein generelles Tempolimit von 130km/h durchsetzen können, obwohl uns das jedes Jahr rund 2.000.000 Tonnen CO2 einsparen (und von den weniger Verkehrstoten mal ganz abgesehen) und praktisch nichts kosten würde, ist nur damit zu erklären, dass die Politik sich nicht traut, so etwas gegen den Willen der lauten Auto-Fetisch-Fraktion durchzusetzen.
Wenn wir schon so eine vergleichsweise harmlose Maßnahme nicht gesamtgesellschaftlich akzeptieren und durchsetzen können, wie wollen wir dann die dicken Klimabretter bohren?
Ich werd’s euch verraten: Gar nicht.

Ich glaube mittlerweile, dass der Mensch als Spezie wie selbstverständlich davon ausgeht, irgendwie ausserhalb der Evolution, ausserhalb der Selektion zu stehen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum der Mensch tut was er tut. Der Mensch hat nicht begriffen, dass er mit der Physik nicht verhandeln kann. Er kann sich nicht mit einem Aussenminister des “Weltklimas” an einen Tisch setzen und einen Friedensvertrag aushandeln. Wenn Kipppunkte erreicht sind, ist es zu spät. Dann werden wir als Menschheit mittelfristig aufhören zu existieren. Wir sind dem Planenten, der Evolution, dem Universum egal. Es gibt auch keinen Gott, der uns retten wird, weil er uns angeblich erschaffen hat. Wir werden uns als Gattung “Mensch” einfach selbst aus dem Spiel nehmen. Und das ist dann ein ganz natürlicher Vorgang, den jeder Imker gut kennt: Was nicht performt, wird abgedrückt.

Wir wissen das alles. Und wir ändern nichts.
Ich bin sicher, wenn wir oder unsere Kinder erst mal in bewaffnete Konflikte um Wasser und Nahrung verwickelt sind, dann werden alle überrascht sein und sagen: “Das hat ja keiner kommen sehen! Das konnte ja keiner ahnen!” – und irgendwie wird mir das dann bekannt vorkommen.

Frohes Neues Jahr!

Long Time No See

Wir haben uns lange nicht gelesen, und ich merke auch an den Besucherzahlen, dass das Interesse des geneigten Lesers langsam nachlässt.

Aber es passiert ja auch aktuell wenig bis gar nichts. Die Bienen sind in der Wintertraube, die Winterbehandlung steht noch aus und dass ich wieder mal Honig abgefüllt habe – naja, dafür schreibt man nun auch keinen Blogartikel mehr.

Die meiste Zeit habe ich darauf verwendet, die gefällte Esche in ihre Einzelteile zu zersägen. Das war eine recht langwierige Geschichte, aber nun auch nicht wirklich erwähnenswert.

Ich werde jetzt demnächst noch Wachs einschmelzen und – wie angedeutet – die Winterbehandlung durchführen, aber im Grunde ist aktuell einfach nichts los.

EU Bio oder nicht?

Ich denke aktuell darauf rum, ob ich die Imkerei nicht so umstellen sollte, um mich zumindest EU-BIO zertifizieren zu lassen. Ich habe ein paar Probleme damit, die ich kurz erläutern will:

  • Wachs auf BIO Wachs umstellen. Ich finde das grundsätzlich eine gute Sache, wenn man denn tatsächlich BIO Wachs von entsprechender Qualität und Güte bekommt. Allerdings schrecken doch die Kosten erst einmal enorm. BIO Wachs liegt irgendwo bei 45€ das Kilo, und ich bräuchte etliches Kilos.
  • BIO Zucker als Winterfutter. Mal abgesehen vom Preis für das Kilo BIO Zucker, ist das Anrühren einfach unglaublich nervig. Was habe ich den IBC Container dieses Jahr gefeiert. Aber BIO Rüben Sirup – ich weiss gar nicht, ob es das gibt. Und wenn ja, wie teuer das ist.
  • Jährlich 600€ für die Zertifizierung.

Die anderen Voraussetzungen für eine BIO Zertifizierung sind für mich kein Problem. Holzbeuten, keine Flügel schneiden, keine konventionellen Landwirtschaft anwandern etc. – alles kein Problem.

Die Frage ist halt, ob ich es langfristig wirtschaftlich sinnvoll abbilden kann, wenn ich jetzt auf EU BIO umsteige.

Wenn ich meine langfristigen Ziele betrachte (Nebenerwerbsimkerei mit bis zu 70 Völkern), dann ist es sicherlich vernünftig, jetzt umzusteigen und nicht erst mit 70 Völkern – wenn man denn eben diesen Schritt gehen will.

Aber genau daran knabbere ich derzeit noch rum. BIO öffnet einem sicherlich neue Vertriebsmöglichkeiten. Aber ich muss dann die Mehrkosten auch an die Kunden weitergeben. Wenn das Winterfutter doppelt so teuer ist, ein paar tausend Euro für das BIO Wachs abgeschrieben werden müssen und die 600€ für den Zertifizierer dazu kommen, dann wirkt sich das auf meine Preise aus.

Und ist es meinen Kunden wirklich wichtig, dass ich ein BIO Siegel habe?

Andererseits “zwingt” es mich auch in eine Arbeitsweise, die mir eh zusagt: Nachhaltiger arbeiten, nachhaltiger mit den Ressourcen umgehen.
Nach einer anfänglichen Investition kein Wachs mehr zukaufen und mehr auf eigenen Wachskreislauf und viel Naturbau setzen finde ich gut. Dafür brauche ich kein BIO Siegel, aber wenn man eh so arbeitet, dann wertet das Siegel das eigene Produkt auch auf.

BIO Zucker als Futter finde ich auch gut – weil ich eben mit der Imkerei auch Teil der Landwirtschaft bin und es gut ist, wenn ich mit meinen Investitionen im Betrieb eben nachhaltige Landwirtschaftsbetriebe unterstütze (in diesem Fall die Zuckerproduzenten).
Gleichzeitig nervt mich das Anrühren von Winterfutter so dermaßen… wobei es da bestimmt technische Lösungen gibt – Tauchpumpe zum durchmischen bspw.

Wenn ich das machen wollte, müsste ich spätestens kommendes Jahr anfangen, um die Übergangszeit von 12 Monaten zu starten, bevor meine Imkerei noch größer geworden ist.

Meine Frau meinte allerdings zu meinen Überlegungen, dass ich “auch ruhig erst mal eine Sache zu Ende machen und nicht gleich wieder eine große Sache neu anfangen sollte”

Vermutlich hat sie recht.

Folgepost: So ist der Plan für das kommende Jahr

In einem letzten Posting habe ich meine Gedankengänge über die vergangene Saison dargelegt, und so ist es Zeit, etwas über die Ergebnisse meiner Überlegungen zu berichten.

Zunächst einmal etwas Offtopic über jene Dinge, die ich gerade machen muss, die aber nur sehr bedingt mit Bienen zu tun haben:

Wir hatten in der Imkerei eine tote, sehr große Esche, die wir umlegen lassen mussten. Sie bestand aus vier dicken, sehr langen Auslegern, und der Baumfäller hat sie einfach nur abgetragen und das abgetrennte Holz liegen lassen.

Jetzt ist es an mir, diese vielen hundert Kilogramm Holz klein zu sägen und zu Feuerholz zu verarbeiten. Ich könnte vermutlich Tage in der Imkerei damit verbringen, nur diesen Baum auseinander zu nehmen, Kettensäge hin oder her.

Außerdem müssen dringend die Regenrinnen in der Imkerei gesäubert und der Rasen gemäht werden. Ich müsste auch endlich den Honig fertig machen und mal die Honigräume sortieren und jene Rähmchen aussortieren und einschmelzen, die einfach durch sind.

Imkerei ist am Ende doch deutlich mehr als Bienen und Honig. Aber das sagt einem vorher auch niemand 🙂

Kosten-Leistungsrechnung

Ich habe die Tage an einem Google Spreadsheet gearbeitet, welches als Werkzeug dienen soll, die Ausgaben und Einnahmen gegenüber zu stellen und Zeitaufwände einzelner Gewerke in der Imkerei zu berücksichtigen. Ergänzt um Abschreibungen ergibt sich so vielleicht ein Bild darüber, ob und in welchem Umfang so eine Hobbyimkerei wirtschaftlich sein kann.
Ich vermute, dass die Imkerei im betriebswirtschaftlichen Sinne in meiner Größenordnung nie wirklich wirtschaftlich ist, zumindest dann nicht, wenn man die Arbeitszeit einrechnet.

Aber es ist verführerisch, Zahlen zu haben, mit denen man nachverfolgen kann, wie es denn eigentlich um die Ökonomie des eigenen Hobbies bestellt ist. Es wird sicherlich auch Entscheidungen erleichtern, welche Anschaffungen vernünftigerweise in welchen Umfang rentabel sein könnten. Ein Beispiel sind Ablegerkästen: Kauft man welche? Und wenn ja, inwieweit rentieren sich diese, wenn man darin Ableger aufzieht und im darauffolgenden Jahr verkauft?

Schwierig wird sein, sich nicht selbst zu belügen und insbesondere alle Zeitaufwände und alle Ausgaben vollständig zu erfassen.

Angeregt zu diesen ganzen Überlegungen haben mich Gespräche mit Nebenerwerbsimkern, die zumindest Vorstellungen darüber haben, ob sie halbwegs wirtschaftlich arbeiten. Ich fand diese Gespräche so interessant und erhellend, dass ich das für mich als nachahmungswert mitgenommen habe. Wir werden sehen müssen, ob sich das in der Praxis auch bewähren wird, aber zunächst einmal ist es einen Versuch wert.

Derweil…

…vernehme ich, dass viele meiner Kollegen schon ausverkauft sind mit Honig.
Das Jahr war offensichtlich herausfordernd für viele und wenn man die Verkaufsannoncen in den einschlägigen Publikationen verfolgt, muss man befürchten, dass einige Erwerbsimker gerade aufgeben.

Ich bin froh, dass ich dieses Jahr nicht expandiert habe und meine Vertriebspartner in der Anzahl gleich geblieben sind. Damit kann ich zumindest sicherstellen, dass ich bis zur nächsten Ernte werde liefern können. Aber auch bei mir ist das Honigjahr nicht gut gelaufen. Ich habe lediglich das Glück, dass ich genug Reserven an Völkern und Standorten hatte, dass es dann doch gereicht hat (ich allerdings alle Expansionspläne ad acta legen konnte).

Als Imker ist man ziemlich dicht dran an den unmittelbaren Konsequenzen des Klimawandels.

Allgemeine Gedanken in der Rückschau auf 2021

Ich will mir mal ein paar Minuten Zeit nehmen, ein paar aktuelle Gedanken zusammenzufassen, die mich hinsichtlich meiner Imkerei gerade umtreiben.

Im wesentlichen geht es dabei um eine Fokussierung auf die wesentlichen Dinge.

Man kann nicht alles auf einmal machen

Ich habe dieses Jahr, wie auch schon 2020, sehr viel unterschiedliche Themen auf einmal angepackt: Umstellung auf Dadant, Aufbau einer Wanderimkerei, Aufzucht von Königinnen, Selektion (sprich: Beurteilung von Königinnen).

In diesem Frühjahr habe ich das erste Mal erfolgreich überwinterte Mini Plus in das Frühjahr geführt. Dabei habe ich schnell lernen dürfen, dass die Vielzahl an Mini Plus Kisten mehr Arbeit gemacht haben, als die Wirtschaftsvölker, welche gewandert wurden. Allein die Schwarmkontrollen bei M+ sind ausgesprochen mühsam.

Irgendwann habe ich die Mini Plus dann in Begattungseinheiten aufgeteilt, aber auch das hat ziemlich viel Arbeit gemacht, weil man nicht einfach die Zargen herunternehmen und auf Böden stellen kann, sondern die Waben schon passend zueinander sortieren muss.

Das ist alles nicht wirklich schlimm, aber es kann – je nachdem, wie viele M+ Türme und Zargen man aufteilen will – reichlich Arbeit machen.

Begattungseinheiten bedeutete aber in meinem Fall auch, dass ich die passenden Königinnen vorher dazu aufziehen wollte. Dazu brauchte ich aber auch ein Pflegevolk und überhaupt bewertetes Zuchtmaterial, und vor allem einen sehr exakten Terminkalender.

Das Aufziehen von Königinnen ist keine Raketentechnik, man kann sich das anlesen und mit etwas Übung schnell hinbekommen. Allerdings verzeiht das Ziehen von Königinnen keine Termin-Schluderei. Man muss bestimmte Dinge zu bestimmten Zeitpunkten einfach erledigen – Ende der Durchsage.

Mich hat das gestresst. Die Miniplus, die Königinnen aufziehen, das Einweiseln, der ganze Kram.

Eine andere Sache, die mich fertig macht, ist die ganze Fahrerei.

Wenn man seine Völker wandert, dann fährt man irgendwie nur durch die Gegend. Ich habe da aber keinen Bock drauf, in der Saison hunderte von Kilometer abzureissen, um Schwarmkontrollen bei meinen Völkern zu machen.
Das Management der Völker, wie ich es bisher betreibe, zieht sehr viel Betüddelung der Völker durch den Imker nach sich.
Je länger ich das mache, um so weniger Bock habe ich darauf. Und wenn man erst mal mit den alten Hasen spricht, stellt man fest, dass es denen nicht anders geht. Die haben nur einfach eine andere Strategie bei ihren Völkern gewählt.

Die Fahrerei hört ja bei den Schwarmkontrollen nicht auf.
Ich habe aktuell sehr viel Diesel dafür verfahren, meine Völker aufzufüttern und im September noch einmal nachzubehandeln. Das war vom Zeitaufwand auch nur leistbar, weil ich nicht so viele Völker habe. Im Grunde ist das aber auch nicht wirtschaftlich, wenn man jede Woche 2-4 KG füttert und dafür dann 5-8 Mal Sirup nach kippt.

Wenn ich die Anzahl an Stunden, die ich pro Volk in diesem Jahr investiert habe, kennen würde, würde ich mir sicherlich an den Kopf fassen und mich fragen, warum ich den Honig eigentlich nicht gleich verschenke. Ökonomisch macht das vermutlich alles keinen Sinn.

Aber so langsam fange ich an, auch die Wirtschaftlichkeit in den Blick zu nehmen, und zu überlegen, wo ich straffen kann, wo ich effizienter werden könnte.
Ich habe schließlich immer noch das Ziel, einen Grad an Wirtschaftlichkeit zu erreichen, wo ich meine Stundenzahl im Bürojob verringern und der Imkerei zuschlagen kann, ohne nennenswerte finanzielle Einbußen zu haben. Aber davon bin ich aktuell wirklich weit entfernt – wenn man denn meine Arbeitszeit einrechnet.

Effizienz

Natürlich ist das alles ein Hobby, und Hobbies messen sich nicht an Effizienz oder Stundenertrag, sondern in Spaß und Erholung, in Oi-Stress-Einheiten.

Aber andererseits ist es auch Teil des Spaßes, das Geld (und die eigene Zeit) nicht nur zu versenken, sondern anhand von Kennzahlen beispielsweise auch nachvollziehbar eine Art “Gewinn” zu erwirtschaften. Bis zu 30 Völker ist man gegenüber dem Finanzamt im Bereich der Liebhaberei, aber das Objekt der Liebhaberei, die Bienen und die Fürsorge für sie, kann allein schon “Gewinn” sein, wenn man sieht und spürt, dass es ihnen gut geht.

Ein Teil von Effizienz ist, Bienen so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu stören. Wenn man hier eine gesunde Balance erzielt, dann nutzt man einerseits die Zeit für das Hobby sehr effizient, andererseits leben die Bienen weitestgehend unbehelligt vom Menschen in den Tag hinein, was insgesamt dem Tierwohl förderlich sein sollte.

Meine Gedanken rund um dieses Thema landen früher oder später auch immer wieder bei Bob Binnie, der mal sagte: “Wir managen unsere Bienen so, dass sie zu Beginn der Haupttracht ihren Höhepunkt erreichen”
Bob ist Erwerbsimker und hat ein Unternehmen mit 2000 Völkern und diversen Angestellten. Der hat keine Zeit für Kaspereien. Was man von ihm lernen kann, ist etwas über Effizienz.

Sein Trick, der auch für Ian Steppler und andere Erwerbsimker exakt genau so funktioniert, ist eine Völkerführung, die proaktiv zur richtigen Zeit im richtigen Maß schröpft, dass die Völker nicht schwärmen, aber zu Beginn der Haupttracht dann wieder voll da sind.

Das ist wirklich nichts Neues, aber der Punkt ist, dass man verstanden hat, wann, wie und welchem Umfang die Völker zu schröpfen sind, dass es genau zum richtigen Zeitpunkt wieder passt. Dafür muss man seine Bienen und die Umwelt, in der sie leben, so gut kennen, dass man die Kipppunkte kennt.

Die letzten Jahre habe ich immer versucht, das Schröpfen zu vermeiden, haben doch die Kollegen immer gesagt, man kann eine Königin nur dann beurteilen, wenn man sie machen lässt. Wie entwickelt sich das Volk? Wie gut ist die Schwarmträgheit? Wer schröpft, verfälscht das Ergebnis!

Ich sehe das ein, da steckt viel Wahres hinter. Aber es befriedigt mich nicht. Um die Schwarmträgheit zu beurteilen, muss ich auch regelmäßig kontrollieren, andernfalls stimmen die Daten nicht.
Ein Buckfastzüchter meinte zwar mal, man solle einfach zwei Jahre lang alles schwärmen lassen, was schwärmen will, danach hätte man schwarmträge Bienen, aber irgendwie bringe ich das auch nicht übers Herz.

Irgendwer schrieb mal, die Biene müsste zur Betriebsweise passen, und das finde ich einen guten Ansatz.
Mir würde es reichen, wenn ich mit meinen Bienen durch schröpfen ein reproduzierbares Ergebnis erzielen kann (schwärmen nicht), und die Königinnen danach trotzdem wieder ein trachtreifes Volk aufbauen können. Jetzt müsste ich nur noch austarieren, wie viel genau im Schnitt geschröpft werden müsste, um zu 90% das Schwärmen zu verhindern, ohne die spätere Trachtreife zu torpedieren.
Das ist nicht einfach, aber wenn ich am Ende einmal schröpfe, und ansonsten die Völker ohne weitere Nachschau an ihren Wanderplätzen stehen lassen kann, dann wäre mir echt geholfen.
Es gibt diese Betriebsweisen, aber die funktionieren eigentlich nie nach Rezept, sondern leben immer sehr von der Erfahrung des Imkers im Zusammenhang mit der individuellen Biene und der umgebenen Landschaft.

Natürlich würde es mir reichen, wenn ich eine Biene hätte, die absolut schwarmträge ist, aber im Moment schreckt mich noch der Weg dahin, daher die Überlegungen, den passenden Kompromiss zu finden.

Ein anderes Thema ist die Aufzucht eigener Königinnen und der ganze Apparat darum.

Ich mag das wirklich sehr gerne – umlarven, pflegen lassen, der Schlupf der Königinnen. Das ist eines der schönsten Dinge in der Imkerei.

Aber ich merke, dass das nicht in mein Zeitmanagement passt, ohne das es mich stresst.

Die naheliegende Lösung ist, dieses Thema auszulagern.

Lösungen

Und so ist es ausgesprochen passend, dass ich in einem Zuchtverband Mitglied bin und Züchter in diesem Zuchtverband Völker brauchen, in denen F1 Töchter getestet werden können.

So zeichnet sich für das kommende Jahr eine Lösung ab, die darin besteht, dass ich für zwei Züchter des Landesverbandes der Buckfastzüchter MV Königinnen teste. Diese schicken mir unbegattete Weiseln zu, die ich dann standbegatten lasse, um sie später als Wirtschaftsköniginnen zu testen. Meine Aufgabe dabei ist die Bewertung nach den Richtlinien des GdeB, woraus man Rückschlüsse auf die Erbfestigkeit der Zuchtmütter schließen kann.

Bezüglich Wanderung und Schwarmkontrollen werde ich folgerichtig auch einen vorhersehbaren Weg wählen: Ich werde mit Beginn der Schwarmzeit schröpfen, starke Ableger erstellen und anschließend das Wühlen in den Völkern bis zur TBE einstellen.
Der Umfang des Schröpfens wird sich finden müssen, aber was dann schwärmt, schwärmt dann eben. Ziel muss es sein, den Index “Zeit/Volk” so zu gestalten, dass die Völker ausreichend betreut, gepflegt und behütet werden, ohne dabei mehr als nötig zu stören.
Ich bin mittlerweile mit meiner Erfahrung an einem Punkt angekommen, wo ich denke, dass dies ein gangbarer Weg ist.
Es darf ab Mitte Mai dann nur noch darum gehen, Honigräume zu geben, ggf. zu ernten und die Völker an einen neuen Standplatz zu fahren, bis Mitte Juli die Varroabehandlung in Form einer TBE erfolgt.

Was das Füttern betrifft, hat es sich bewährt, nach einer TBE dünn und oft zu füttern. Verdünnter Sirup oder Zuckerwasser 1:1 regt den Bautrieb der Bienen an, was gerade unmittelbar nach einer TBE wichtig ist. Man hat eben nur ein enges Zeitfenster, Bienen dann noch Waben ausbauen zu lassen, und es scheint auch so, dass eine verdünnte Futtergabe ein Volk stärker zur Aufzucht von Brut ermutigt, als bereits invertierter, lagerungsfähiger Sirup, der von den Bienen nur noch abgelegt und verdeckelt werden muss.

Daher ist es nach einer TBE unvermeidlich, Völker öfters einen Besuch abzustatten.
Aber ab Mitte, Ende August muss ich einfach deutlich schneller deutlich mehr Futter in die Völker bekommen, und mich nicht mehr mit kleinen Futtergaben verkünsteln.

Ein Problem ist eine mögliche Reinvasion von Varroamilben, wofür ich keine langfristige Lösung habe.
Wenn im September der Milbenbefall zu hoch ist, kann man bei passendem Wetter auf Ameisensäure zurückgreifen, aber das Problem ist eindeutig, dass die Abhängigkeiten zu Temperaturen und Luftfeuchtigkeit zu hoch sind, dass im September dazu mitunter schon ein passendes Zeitfenster fehlen kann.
Auch empfinde ich Ameisensäure als Quälerei für die Bienen, und verfolge eigentlich den Ansatz, auf ihren Einsatz grundsätzlich zu verzichten. Aber die Möglichkeiten sind eben begrenzt, wenn man im September zu viele Milben im Volk hat.

Es gibt sehr viele Stellschrauben in meiner Imkerei, die ich anfassen kann, um effizienter mit meiner Zeit und den Bienen umzugehen.
Ein Aspekt, der mich an der Imkerei so fasziniert, ist die Tatsache, dass es nie langweilig wird, und Bienen wie der berühmte Kaninchenbau bei Alice im Wunderland sind: Wenn man einmal den Kopf hineingesteckt hat, wird man immer tiefer hinein gezogen.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich das wirklich will, aber ich überlege, ab kommenden Jahr meine Zeit, die ich in die Imkerei stecke, zu erfassen, um dann am Ende des Jahres Kennzahlen zu haben, um daraus dann Rückschlüsse zu ziehen, wo es eventuell klemmt.

Ich weiss, das klingt alles ziemlich irre.

2021.11 – Das Ende naht!

Nicht-Imker verstehen immer gar nicht, wenn man als Bienenhalten ab Juli vom nahen Winter faselt, aber so ist es nun mal: Spätestens Ende September ist der Winter da, wenn noch nicht physisch so doch psychisch – im Kopf des Imkers.

Und so ist es auch bei mir dieses Jahr wieder, dass ich zu dieser Zeit so gut wie fertig mit den Bienen bin, um selbige in den Winter zu schicken, und die Bienen auch irgendwie fertig sind mit mir, zumindest für dieses Jahr.

CBPV – Statusupdate

Der Großteil der Völker, die betroffen waren, zeigen aktuell keine Anzeichen mehr, immer noch betroffen zu sein. Es gibt aber Kisten, welche sehr wohl noch Anzeichen zeigen, ich aber jetzt auch nicht mehr viel machen kann, und abwarten werde. Es bleibt also abzuwarten, wie die einst betroffenen Völker über den Winter kommen und ob jene Völker, die noch Symptome zeigen, eigentlich schon dem Tod geweiht sind.

Im Frühjahr wird dann Resümee gezogen und dann werde ich mich an dieser Stelle einmal ausführlicher dem Thema “Behandlung der CBPV” widmen.

Varroa

Notgedrungen musste ich dieses Jahr das Varroakonzept radikal ändern: In den Vorjahren habe ich immer sehr gute Erfahrungen mit der Totalen Brutentnahme gemacht und praktisch keine Völker verloren.

Nun hat mich dieses Jahr CBPV dazu gezwungen, eine Behandlungsmethode zu finden, bei der die Brut erhalten bleibt oder auch nicht anderweitig gestresst wird. Und so habe ich am Ende auf Apivar zurückgegriffen, ein Amitraz Produkt, welches in den USA und anderswo auf der Welt gang und gäbe ist, bei dem ich jedoch insbesondere um Resistenzen fürchte.

Für eine finale Einschätzung ist es noch zu früh, bzw. ich zu vorsichtig, aber bisher scheint es beim Großteil der behandelten Völker gut gewirkt zu haben. Kontrolluntersuchungen zeigten geringe bis moderaten Restbefall, wie er zu dieser Jahreszeit nicht unüblich ist.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Es gibt Völker, welche zur gleichen Zeit behandelt wurden, und die bei Kontrollen immer noch einen deutlich zu hohen Milbenbefall zeigten.

Bei Nachbehandlungen im August/September zeigte sich auch, dass eine Blockbehandlung mit Oxalsäure bei Völkern mit Brut mitunter auch deutlich über 21 Tage hinaus fortgeführt werden muss, selbst dann, wenn man im Schnitt alle drei Tage behandelt hat.
Diese Beobachtung stützt einmal mehr meine These, dass die Wirkung von OXS bei weitem nicht bei >90% liegt, selbst dann nicht, wenn man Abends nach Flugbetrieb behandelt.

Ich hoffe, dass mich das CBPV Thema nächstes Jahr nicht mehr (so hart) trifft, und ich wieder zu dem erprobten (und sicheren) Konzept der TBE zurückkehren kann.

Auffüttern

Geht es eigentlich nur mir so, dass ich jedes Jahr aufs Neue Sorge habe, die Bienen zu wenig eingefüttert zu haben?

Ich wiege zwar immer wieder zwischendurch mal, aber das ist auch alles sehr unzuverlässig (die Abweichungen sind enorm: Auf der Stockwaage stehen bspw. 37KG, wenn ich mit der Kofferwaage vorne und hinten an kippe komme ich auf 30KG ?!).

Ich gehe im Moment dazu über, die Kisten an ihren Griffleisten mal kurz ganz anzuheben. Wenn der Rücken sagt “reicht!”, lasse ich es gut sein…

Ab Oktober

Ich versuche, am Ende der ersten Oktoberwoche alle Kisten final dicht zu haben: Kein Füttern mehr, keine Varroa-Gedöns mehr, nur noch in Ruhe lassen.

Eine Ausnahme sind die DeBiMo Völker, die Mitte Oktober noch einmal auf müssen, um Proben zu entnehmen. Aber spätestens dann soll Ruhe im Karton sein.

Dann habe ich endlich Zeit, den ganzen anderen Kram zu machen, also hauptsächlich aufräumen, Dinge reparieren, putzen und Dinge bauen.
Meine ToDo Liste ist so ausgesprochen lang, dass ich gar nicht weiß, womit ich als ersten anfangen soll. Auch muss der Honig, der geerntet wurde und noch in Eimern wartet, ja endlich mal gerührt und in Gläser verfrachtet werden.

Es wird also keineswegs ruhig oder öde werden… 🙂