Vorläufiges Fazit zum frühen Anpassen des Brutraums

Das Thema wird ja aktuell im Netz immer wieder diskutiert: Wie verhält es sich mit dem im Februar angepassten Brutraum, wie machen sich die Völker seitdem?
Meine Erfahrungen sind sicherlich nicht repräsentativ und Ergebnisse sind abhängig von der regionalen Wettersituation, dem Mikroklima und vor allem der Genetik.
Aber so siehts aus:

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Dies und das – Vorbereitungen 2019

Das letzte Wochenende beim Imkerforumstreffen hat mich etwas zurückgeworfen, was die Vorbereitungen wie die kommende Saison betrifft.

Sachen basteln

Ich habe noch 90 Rähmchen, die mit Polsternägel versehen werden müssen, in Zulieferung befinden sich außerdem noch einmal 120 Normalmaßrähmchen und 45 Dadant Brutraumrähmchen (welche auch noch Polsternägel benötigen). In Summe sind das also 250 Rähmchen, in welche noch Mittelwände gelötet werden müssen. Außerdem warten noch 6 Ablegerkästen darauf, gestrichen zu werden.

Noch nix an den Völkern – aufs Wetter warten

Im Augenblick warte ich noch auf besseres Wetter.
Ich will bei warmen Wetter endlich prüfen, ob der Brutraum von mir halbwegs richtig angepasst worden ist. Bei einigen Völkern dürfte er mittlerweile etwas eng sein, weil ich hier eher etwas straffer zu Werke gegangen bin (mehr Platz geben ist einfacher, als ein zu sehr verteiltes Brutnest wieder einzufangen).
Das eine Volk in der Segeberger Beute soll auch einen zweiten Brutraum bekommen. Dieses Volk ist zwar ätzend in der Handhabung, aber brutfreudig. Deswegen sollen die möglichst viele Brutwaben machen, und dann reisse ich sie im Mai auseinander und bestücke damit meine Begattungseinheiten.

Im August gehts zum VSH Projekt nach Bayern

Ich werde Anfang August für ein Wochenende nach Bayern runterfahren, um dort beim Auszählen von mit Milben geimpften Völkern zu helfen.

Dies passiert im Rahmen des VSH Projektes des Landesverbandes der Buckfastzüchter Bayerns. Drauf gebracht hat mich der Zuchtkoordinator Stefan Luff, der meine Frage, wie man denn helfen könne, eben so beantwortete: “Komm’ halt zum Zählen her!”
Jetzt habe ich das mit der Familie und der Arbeit so weit geregelt, dass ich dann am 9.8. irgendwo in Bayern aufschlage und das Wochenende über ein Mikroskop gebeugt verbringe.
Das wird toll!

Insgesamt komme ich mit allem gut voran, und ich gehe dieses Frühjahr mit den Vorbereitungen deutlich kompromissloser zu Werke als das letztes Jahr der Fall gewesen ist.
In 2018 fehlte mir immer wieder irgendetwas, meist Zargen und Rähmchen, und ich musste dann immer irgendwie spontan reagieren.
Auch die Nebengewerke, wie Rähmchen ausschmelzen, waren in der Vergangenheit aufgrund unzureichender Werkzeuge, immer zeitintensiv und aufwändig. Hier hoffe ich, mit neuer Technik effektiver arbeiten zu können.

Ein letzter Punkt ist, dass ich langsam damit anfange, kleine Cafés oder Lebensmittelhändler anzusprechen, und zu schauen, ob man dort Interesse hat, Honig zu verkaufen, und wenn ja, zu welchen Konditionen. Man muss ja am Ball bleiben…

Imkerforumstreffen 2019

“Wie spricht man deinen Nickname aus? Ral-Null-Errr?”
Wenn ich das wüsste!
“Sag’ einfach Ralf – ist vielleicht am einfachsten…”

Zweieinhalb Tage in Hessen, in Kleinlüder, unter lauter Imkern, mit Essen bis zum Umfallen, ohne Telefonempfang, dafür aber mit wackeligem WLAN, tollen Vorträgen, kleinen Blumen-Samen, feuchten Bierduschen, vielen neuen Bekanntschaften und wenig Schlaf.
Ein Wochenende wie eine Klassenfahrt, nur ohne Lehrkörper… obwohl…

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Was man am Wochenende halt so macht

Am Donnerstag sind zwei riesige Kisten mit Beuten, Schieden und Kleinkram eingetroffen. Am Freitag dann noch einmal 4 ebenso große Kartons, diesmal mit Zargen, Rähmchen, Deckel und Blechhauben. Kurzum: Der DHL Fahrer steht jetzt jeden Morgen auf und fragt sich, welche schlimmen Nachrichten ich ihm heute wieder beschere…

Wenn die Zeit es zugelassen hat, habe ich dann am Samstag Zeug durch die Gegend gefahren (man kann ja nicht alles bei sich zu Hause stehen lassen), habe Zargen und Böden gestrichen und gefühlte endlose Reihen an Polsternägel in Rähmchen gehämmert.
Die Saisonvorbereitungen stauen sich gerade etwas vor meiner Reise in die Nähe von Fulda, kommendes Wochenende, zum Imkerforumstreffen.

Nebenbei habe ich noch alle Völker gewogen und eines nachgefüttert (da war der erste 2,5 KG Beutel ApiFonda schon restlos aufgefressen).
Stand bisher: Der Verbrauch ist zur Zeit eher moderat, was mich etwas wundert. Ich dachte, die gehen schon heftiger zur Sache.
Allerdings nehmen alle gerne den Neopoll C Futterteig ab. Mal sehen, wie sich am Ende die Brut entwickelt.

Im Moment lasse ich alle Kisten aber ansonsten in Ruhe – außer eben die Futterkontrollen und etwaiges nachlegen.

Das ganze Internet leer kaufen!

Es musste sein: Es gab noch so viele Dinge, die für die kommende Saison benötigt werden, dass ich jetzt alles auf einmal zusammenge- und am Ende auch -bestellt habe.

Es gibt unterschiedliche Projekte, welche Material benötigen.
So will ich dieses Jahr 15 Königinnen bestellen und bei mir am Stand begatten lassen. Für jede benötige ich eine Begattungseinheit. Weil ich nicht ein weiteres Standmaß vorhalten will (also neben DNM und Dadant jetzt auch noch Mini+), und die Königinnen nach einer Begattung auch noch eine Weile in ihren Ablegern schaffen sollen (Vorprüfung und so), kommen auch kein Apideas in Frage, zumal ich einen Teil der Ableger auch als Erstz überwintern möchte. Also musste ich eine größere Anzahl Ablegerkästen ordern.
Hier habe ich mich für die Frankenbeuten-Ableger entschieden. Diese sind aus Styrodur, dank Zargen modular erweiterbar, vergleichsweise schmal, haben ein Metall-Varroagitter und einen Bodenschieber, Mäusegitter gibt es auch dazu und mit einem Erhöhungsring kann man von DNM auf DNM 1,5 erweitern. Anders ausgedrückt: Das System ist maximal flexibel, um damit überwintern zu können und meine Umstellung auf DNM 1,5 zu begleiten. Und um all die Ablegerkästen mit Rähmchen samt Mittelwänden auffüllen zu können, wenn denn die Kö’s erfolgreich am Legen sind, braucht es auch entsprechend Holz und Wachs.

Außerdem brauche ich noch diverse DNM 1,5 Brutraumzargen.
Alles, was jetzt noch auf DNM fährt, soll im Sommer im Rahmen der TBE auf DNM 1,5 umgestellt werden. Dazu benötigt werden noch entsprechende Rähmchen, Mittelwände und Polsternägel. Außerdem müssen noch Böden und Deckel für das Mehr an Brutsammlern her, die mit der TBE entstehen. Diese gehen dann zwar nach einer hoffentlich erfolgreichen Überwinterung in 2021 in der Verkauf, aber trotzdem muss ja erst mal was da sein.

Bienenfluchten und Absperrgitter. Mein Völkerbestand hat sich ja etwas vergrößert, im Vergleich zum Vorjahr, und so muss auch der ganze Kleinkram beschafft werden. Absperrgitter sind in meiner Betriebsweise obligatorisch und Bienenfluchten machen das Leben signifikant leichter, wenn es an die Ernte geht.

Meine Dadantbeutenbestellung bei der Bergwiesenimkerei ist dort noch in Arbeit. Aber die Dadant Brutraumrähmchen wollten schon mal geordert werden. Ebenfalls habe ich mir bei Icko die dazugehörigen geraden Deckel bestellt, sowie die von mir bevorzugten Nicot-Futterzargen.

Und dann, als kleiner Bonus: Einen Wachsschmelztrichter. Meine bisherige Konstruktion konnte nur 8 Rähmchen pro Schmelzdurchgang schaffen, und bei meiner jetzigen Betriebsgröße wird man da einfach nicht fertig. Ein Zargenturm mit Waben, welche eingeschmolzen werden, verspricht da eine immense Zeitersparnis.

Wenn denn der ganze Spaß eintrifft, muss ich ein paar hundert Rähmchen mit Polsternägel bestücken, und wenn ich ehrlich bin, weiss ich jetzt schon, dass dies eher zu den ungeliebten Arbeiten in der Imkerei gehört.

Hingegen die ganzen Zargen zu streichen, mache ich an einem schönen Frühlingstag eigentlich ganz gerne. Diese Arbeit ist auch mit weniger Lärm verbunden, als die Polsternägel reinzukloppen 😉

Die neue Saison hat begonnen – Hallo 2019

Am Freitag ging es dann endlich wieder los und so stand das ganze Wochenende schon wieder im Zeichen der Bienen.

Freitag – Schiede setzen

Am Freitag passte vom Wetter her alles (15 Grad, Flugwetter, Sonnenschein, kaum Wind), und so habe ich bei allen Völkern die Schiede gesetzt.
Da ich dieses Jahr das erste Mal mit Schied arbeiten will, habe ich selbige eher etwas konservativ gesetzt – also nicht zu eng.
Auch habe ich nicht sonderlich nach Brut oder Königinnen geschaut. Viel wichtiger war es, die Böden kurz zu reinigen, den Totenfall zu entfernen und den Futtervorat zu kontrollieren. Da ich ruhiger schlafe, wenn ich weiss, dass genug Futter vorhanden ist, habe ich fast allen noch Futterteig aufgelegt (dieses Jahr testweise mal Neopoll-C).

Ich habe vier Völker, die vermutlich Probleme mit der Ruhr haben. Aber dazu habe ich an anderer Stelle bereits ausführlich drüber geschrieben.

Samstag – Sachen Fahren, aufräumen

Ich stecke noch mitten in den Vorbereitungen. Das Ganze läuft etwas aus dem Ruder, und so fahre ich ständig Dinge vom Bienenhaus nach Hause, bearbeite dann irgend etwas (Mittelwände einlöten, Beuten streichen usw. usf.), und fahre alles wieder zurück.

Das Wohnzimmer steht immer voll mit Holz (Zargen, Beuten, Rähmchen), es riecht überall nach Bienenwachs (das liegt an den 20 KG Mittelwänden, die Samstag gekommen sind) und ständig muss man etwas von einer Ecke in die andere räumen, damit man dazwischen noch irgendwo einen Wäscheständer aufstellen kann.

Den Nachmittag habe ich im Bienenhaus verbracht und aufgeräumt. Von den Arbeiten am Freitag war so viel Krempel übrig geblieben (entfernte Waben, Mittelwände, Zargen, Böden), der sortiert werden musste

Sonntag – Sachen putzen und basteln

Sonntag dann die Beutenteile, die ich Freitag eingesammelt habe, und die durch die Ruhr verunreinigt waren, mit Natronlauge abgewaschen und abgeflammt. Anschließend Beutenböcke umgebaut, um dann – zu guter Letzt – wieder Dinge durch die Gegend zu fahren (fertige Zargen mit eingelöteten Mittelwände weg fahren, neue Zargen ranschaffen).

Am Nachmittag war dann aber auch irgendwann mal Schluss.

Und das war fast ein wenig schade.

Jedenfalls ist jetzt erst mal wieder für die kommenden Woche Ruhe an den Bienenvölkern. Die sollen sich jetzt in Ruhe dem Frühjahr entgegen gehen. Aber mir rennt die Zeit davon. Ich brauche noch mehr Zargen, Beuten, Rähmchen, Mittelwände. Und irgendwie muss das alles noch zusammengetackert und gestrichen werden… Ich freue mich drauf 🙂

Mal wieder wiegen – und Varroakontrolle 1/2019

Am gestrigen Sonntag stand ich also bei strömenden Regen an den Bienenkästen, mit der Kofferwaage in der Hand und wog, was die Arme hergaben.
Fazit: Der Futterverbrauch ist im Moment eher moderat – oder aber die Holzkisten haben sich mit Feuchtigkeit vollgesogen.

Dann stand noch eine Varroakontrolle an.
Ich hatte vor 10 Tagen die Windeln unter alle Völker geschoben, und so musste ich gestern also die Lupe bemühen und Milben zählen.
Das Ergebnis: Im großen und ganzen ist kaum etwas gefallen. Allerdings zeigt insbesondere ein Volk, nämlich jenes am Bürgerhaus, das ich eigentlich schon dem Tod geweiht hatte, einen sehr hohen Milbenfall. Wenn die es bis zum Generationswechsel Ende April schaffen, werden diese einer vorgezogenen, umfangreichen Varroabehandlung mittels TBE unterzogen.
Dieses Volk steht alleine an einem Ort, an dem ich sonst keine Völker stehen habe. Möglicherweise macht das einen Unterschied, war dieses Volk doch im September sehr stark, hatte nach der Totalen Brutentnahme und OSX kaum Milben, um dann im Oktober plötzlich durch die Decke zu gehen. Es ist also nicht auszuschließen, dass die Bienen sich die Milben beim Räubern von kranken Völkern eingefangen oder aber zusammenbrechende Völker ihre belasteten Bienen an dieses Volk abgegeben haben.
Wie dem auch sei – hier muss etwas passieren. Gut dran ist, wer regelmäßig Varroen zählt.

Böden zu und neues “Stockkarten”-System

Jetzt, wo die Tage wieder deutlich länger werden und die Bienen das Brutgeschäft langsam wieder aufnehmen, habe ich die Böden der Beute mit dem Varroaschieber verschlossen.

Diese Vorgehensweise ist umstritten, was ihre Wirksamkeit und ihren Nutzen betrifft, aber mir erscheint es zumindest unschädlich, die Bienen etwas bei der Wärmeregulierung zu unterstützen. Ausserdem kann ich so in einigen Tagen den natürlichen Varroafall kontrollieren, ebenso wie den Sitz der Wintertraube.

Ansonsten versuche ich mich an einem etwas anderen System der Dokumentation, nämlich dem System “Panzertape”.

Bisher habe ich die Stockkarten traditionell auf Papier geführt, gesammelt in einem Ordner, nach Beutennummern getrennt. Das Problem:

  • Man vergisst den Ordner zu Hause,
  • man fährt vom Büro aus direkt zu den Bienen, hat den Ordner aber zu Hause,
  • wenn es windig ist, werden ständig die Seiten umgeweht,
  • die Propolis-verklebten Finger hinterlassen unschöne Flecken auf den Blättern,
  • wenn es mal etwas regnet oder nieselt, weichen die Seiten auf,
  • man blättert zu hektisch und reisst versehentlich eine Stockkarte raus…

Stockkarten sind toll, ich nutze sie regelmäßig, um den Zustand und die Entwicklung eines Volkes noch einmal nachzuvollziehen, insbesondere dann, bevor ich es für eine Durchsicht öffne. Aber aus den o.g. Gründen sind Papier-Stockkarten auch manchmal nervig.

Ich versuch daher einen neuen Ansatz: Panzertape und Edding.
Man klebt einen Streifen Tape auf den Deckel und schreibt dort die Notizen mit einem Edding rauf. Wenn der Streifen voll ist, klebt man einfach einen Streifen daneben. Irgendwann man den ersten Streifen auch wieder entfernen und stattdessen einen neuen, blanken Streifen anbringen. Man benötigt nur einen Edding, und den kann man in der Hosentasche griffbereit halten.

Bei zwei bis vier Völkern ist das alles unerheblich – da hat man genug Zeit für jeden Schnickschnack. Aber wenn ich mich dieses Jahr der 20-Völkergrenze nähere, dann muss man sich doch schon mal sehr konkrete Gedanken um das Zeitmanagement machen. Und ich hoffe, dass dieses System mir den Workflow etwas erleichtert.

Warten wir’s ab.

Wiegen, wiegen, wiegen

Heute noch mal alle Völker gewogen.
Die Gewichtsabnahmen in den letzten 2 Wochen liegen zwischen 0,1 und 1,0 KG pro Volk.
Alle Völker sollten eigentlich noch bis zum Anpassen des Brutraumes, Mitte Ende Februar kommen, und dann muss es Futterteig geben.
Ich wünschte, es wäre etwas entspannter, was das Futter betrifft.
Für den Winter 2019/20 muss ich besser/mehr eingefüttert bekommen.
Nach ersten Beobachtungen hätte ich auch zumindest zwei Völker (2 TBE-Brutscheunen) nicht auf 2 sondern lediglich auch einem Brutraum einwintern sollen.
Aber das sind jetzt so Lerneffekte: So eine Brutscheune, die im August noch mit Bienen überquillt, schrumpft zu stark zusammen, um auf 2 Zargen geführt zu werden.