2020.10 – Mehr Frühlingshonig

Schleudern!

Am Wochenende haben wir ein weiteres Mal geschleudert, um Honigräume leer zu bekommen, bevor die Linde los geht.
Vermutlich werden wir aber kommendes Wochenende noch eine Runde zwischenschieben, um Robinie zu ernten. Insgesamt lief das Frühjahr eher durchwachsen – gerade der Raps hat nicht so viel gebracht, wie erhofft.

Königinnen!

Am 29. Mai war ich in Lübeck, Zuchtstoff holen. Von 50 Larven haben es 29 in den Brutschrank geschafft, als verdeckelte Zellen, welche (hoffentlich) übermorgen schlüpfen werden. Am Wochenende gehts dann auf die Belegstelle. Dafür muss ich aber noch reichlich Begattungseinheiten aus dem Hut zaubern…

Ansonsten sind haben die meisten Ableger jetzt eine legende Königin, und der Unterschied dieser Königinnen im Vergleich zu Nachschaffungsköniginnen ist relativ offensichtlich: Sie geben gleich richtig Gas.

Drei Wochen nach Stecken der Zellen hatten bis auf eine alle schon drei Waben großflächig belegt, teilweise schon verdeckelt, die vierte Wabe war in Arbeit.

Wärmeschrank!

Ich habe Rapshonig, der sehr schön fest geworden ist. Und damit ich den ins Glas bekomme, muss ich ihn auftauen.

Nun hätte ich einfach einen Einweckautomaten kaufen können, aber tatsächlich habe ich im Netz eine einfachere Alternative gefunden: Einen alten Kühlschrank, eine temperaturgesteuerte Steckdose und ein kleiner Heizradiator.

Mit diesen drei Zutaten bastelt man buchstäblich in 10 Minuten einen Wärmeschrank, der einwandfrei funktioniert.

Ich werde dazu mal bei Gelegenheit eine kleine Anleitung schreiben, bzw. die Komponenten vorstellen.

Abfüllen!

Wir wollen diese Woche auch abfüllen.
Das passiert etwas aus der Not heraus: Füllen wir nicht ab, werden wir die Honigeimer bei der Lindenernte schmerzlich vermissen.

Außerdem haben wir Kunden, die in den Startlöchern stehen und Honig brauchen.
Wir werden dieses Jahr dabei ein interessantes Sortiment haben:

  • Frühtracht mit viel Raps
  • Obstblüte, geimpft mit etwas Raps (und dann hoffentlich schön streichzart, cremig)
  • Obstblüte ungeimpft (also eher flüssig)
  • Robinie (klopft auf Holz, dass das noch etwas wird)
  • Linde (toi toi toi), wenn es den klappt

Wir haben jetzt eigene Etiketten am Start – insgesamt entwickelt sich also unser kleines Franchise 🙂

Hinterbehandlungsbeuten!

Aus Gründen lerne ich gerade die Arbeit mit klassischen DDR Hinterbehandlungsbeuten, allerdings auf Kuntsch.

Ich sage mal so: Es ist wieder etwas ganz anderes. Und es ist so etwas wie Brauchtumspflege.

Noch mal zu dem Ablegern…

Ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt schon Ableger verkaufen soll, oder ob ich so viele wie möglich über den Winter nehme und im Frühjahr verkaufe.
Im Moment geht mir aber der Platz und vor allem die Kisten aus.

Ich glaube, ich inseriere welche.

2020.7 Alles wiederholt sich

Es hat geregnet, endlich einmal. Aber bisher konnten die Bienen das noch nicht in Nektar ummünzen. Aber vielleicht sollte ich doch darüber schreiben, was die vergangene Woche in der Imkerei los war…

Königinnen machen

Ich habe diese Woche einen Anbrüter aufgesetzt und getestet, umgelarvt und diese Larven dann 16 Stunden anziehen lassen. Anfänglich war ich skeptisch, um das alles gelungen ist, aber letztlich sind 2/3 der Zellen angenommen worden. Im Moment stecken noch 20 Zellen im Pflegevolk und werden dann hoffentlich am Mittwoch in den Inkubator gesteckt.

Währenddessen warte ich darauf, dass die ersten Zellen fertig werden. Der Inkubator brummt seit letzter Woche brav vor sich hin und hält konstant Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Morgen Abend bereite ich dann die ersten Mini Plus Kisten vor, welche die Zellen dann aufnehmen sollen.

Mein Plan sieht vor, bis Ende Mai jeden Freitag Zellen anzusetzen, am 29. Mai dann mit Zuchtstoff. Diese Königinnen, die daraus hoffentlich schlüpfen, sollen dann auf die Belegstelle Anaburger Heide gefahren werden. Da bin ich dann mal wirklich gespannt, was dabei herauskommt.

Ableger machen

Für die o.g. 2. Serie habe ich gestern Ableger erstellt, 9 Tage vor Steckend er Zelle. Dafür habe ich meine Raps-Völker um Brutwaben und Bienen erleichtert.

Es ist überflüssig zu erwähnen, dass ich damit meine Tracht schmälere und man aus ökonimischer Sicht so etwas nicht machen sollte, aber es ging halt nicht anders. Dieses Jahr will ich unterschiedliche Konzepte zur Vermehrung ausprobieren, und da steht dann der reine Hoinigertrag etwas im Hintergrund.

Völkerkontrolle

Außerdem habe ich alle Völker durchgesehen, schwarmtriebigen Völkern durch TBE, Zellen brechen oder Königinnenableger die Reiselust verdorben.

Ich bin mir noch nicht sicher, welche Maßnahme zur Schwarmverhinderung sich am Besten in ein wirtschaftliches Konzept meiner Imkerei eingliedert. Dem Volk mit dem Königinnenableger werde ich vielleicht eine meiner Zellen stecken…

Insgesamt ist es eine arbeitsreiche Zeit gerade, aber ich lerne schon wieder mit Druckbetankung, und bisher – toi toi toi – läuft es soweit ganz gut.

Nur bei den Ablegern muss ich Eventuell noch einmal nachsteuern – möglicherweise habe ich die zu schwach gebildet.

2019.14 Nach dem Urlaub ist vor der Honigernte

Kaum sind wir aus dem Allgäu zurück, muss die letzte Urlaubswoche für Imkerliches herhalten…

Ableger nach 2 Wochen ohne Fütterung

Wir waren 2 Wochen im Urlaub, und so mussten die alle Völker alleine zurecht kommen. Das ist natürlich kein Problem, allerdings ist hier bei uns alle Tracht vorbei, und die Völker laufen jetzt auf Reserve.
So habe ich den Honig noch auf den Wirtschaftsvölkern gelassen und den Ablegern Futterteig aufgelegt, damit sie die Zeit gut überstehen.
Das hat auch gut geklappt, allerdings haben alle Königinnen das Stiften deutlich zurückgefahren, obwohl alle Kisten satt Futter in den Waben hatten. Das hat mich etwas erschrocken, aber vielleicht liegt es auch and er Pollenversorgung, denn der Umfang an Pollenreserven ist eher als gering einzuschätzen.
Unmittelbar nach meiner Rückkehr habe ich allen Ablegern einen dünnen Futtersirup (1:1) gegeben, und heute hatte ich das Gefühl, dass in den Ablegern wieder mehr Stifte zu finden sind.
Vermutung: Unabhängig vom vorhandenen Futter im Volk, scheint der Eintrag an neuem Futter einen Reiz zu setzen, der das Brutgeschäft der Königin bestimmt. Wenn frischer Eintrag, nimmt die Legetätigkeit zu, wenn nichts von außen reinkommt, nimmt die Legetätigkeit ab.

Honigernte

Mittlerweile haben wir auch den Honig geschleudert.
Da muss mittlerweile die ganze Familie ran. Und so waren wir alle von Mittag an, bis in die Nacht hinein mit entdeckeln, schleudern und putzen beschäftigt. Ohne meine Familie hätte ich das alleine nicht bewältigt. Ich bin so dankbar, dass die hier meine Spinnereien klaglos mitmachen. Sogar die Oma hat tatkräftig mit angepackt.

Kunstschwärme

Bei der Honigernte habe ich noch zwei Kunstschwärme erstellt. Weil ich die Bienen via Bienenflucht vom Honig getrennt hatte, waren die Völker reichlich übellaunig, als ich den Honig ernten wollte, und zusätzlich die Bienentrauben unter den Fluchten zusammenkehren wollte…
Es folgten wilde Attacken und am Ende hatte ich ein gutes dutzend Bienenstiche in Armen, Händen und Beinen. Nächstes Mal dann doch besser gleich im Vollschutz, oder diese Arbeiten nicht zusammen durchführen.
Jetzt sitzen diese Kunstschwärme noch zu Hause in einer dunklen, kühlen Kammer, und warten darauf, in Beuten eingeschlagen zu werden.

Wenn Honig weg, dann Fütterung!

Was jetzt?

Heute fahre ich die Honigräume wieder durch die Gegend und staple die auf Völker zum Ausschlecken.
Wichtiger: Es beginnt die CO2-Testung.
Ich muss wissen, wie der Varroabefall meiner Völker aktuell aussieht. Dazu werde ich aber separat noch etwas schreiben.