2020.12 – Zurück von der Belegstelle

Am Freitag bin ich nach Sachsen-Anhalt gefahren, um meine Begattungseinheiten von der Belegstelle Annaburger Heide zu holen.

Vorher hatte ich noch schnell ein paar Transportvorrichtungen für Mini Plus Beuten gebaut, was dann vor Ort das Verladen deutlich erleichtert und zu einer guten Ladesicherung geführt hat. Aber da steckten auch wieder vier Abende Arbeit drin, die vorher nicht eingeplant waren.

Die 26 Einheiten habe ich dann zu unserem neuen Imkereigelände gefahren und dort aufgestellt, um dann am Sonntag den Begattungserfolg zu prüfen. 22 von 26 sind in Eilage, eine Königin ist zwar da, aber diese hing bei Abholung unter der Beute, umgeben von einer Traube Bienen, und hatte noch nicht richtig anfangen können zu brüten.

Manche Königinnen hatten schon verdeckelte Brut, andere noch offene, aber insgesamt sah das Ergebnis besser als erhofft aus.

Verflug

Bei der Durchsicht der BGE ist mir folgendes aufgefallen:
Ich hatte eine reine Carnica Begleitmannschaft den Königinnen mitgegeben – alle Bienen hatten das Carnica Grau, ohne Ringe.
Nach den 14 Tagen Belegstelle war ein Viertel bis ein Drittel der Damenschaft rot geringelt.
Obwohl die BGE alle in Einzelaufstellung stehen, die Beuten selbst sehr unterschiedlich in Form und Farbe sind, betteln sich sehr viele Fremde Bienen in die kleinen Kistchen ein.

Für mich war das ein Augenöffner, insbesondere hinsichtlich der Implikationen bei der Verbreitung von Krankheiten an einem Stand.

M+ sichern

Ein Tipp: Wenn man mit neuen M+ auf Reisen geht, sollte man die Rähmchen mit Pinwand-Nägeln fixieren. Andernfalls rutschen sie etwas herum oder auseinander, und der Beespace stimmt dann nicht mehr, was sich nach zwei Wochen dann mitunter unangenehm zeigen kann.

Ableger platzen immer noch

Ich habe meine Ableger inseriert, aber niemand will sie derzeit kaufen. Ich schätze mal, alle haben selber genug Bienen, und niemand möchte welche kaufen.

Also muss ich die jetzt alle irgendwie aufheben und über den Winter bringen und dann im Frühjahr verkaufen.
Nach einem Winter sollte der Bedarf an Völkern in der Regel höher sein als jetzt…

Was allerdings komisch ist: Wenn man Buckfast Ableger hat, dann wollen das alle kaufen. Warum eigentlich?

Hatte ich geschrieben, dass ich alles, was nicht Dadant und Mini Plus ist, abgeben und verkaufen möchte?

2020.11 – Belegstelle, Ableger platzen und Linde

Linde

Die ersten Linden sind zwar aufgegangen, aber die Stockwaagen zeigen kaum Zunahmen. Letztes Jahr verhielt es sich genau so, und ich hoffe jetzt einfach, dass sich der Nektar noch einstellen wird. Regen ist jedenfalls gefallen, auch in relevanten Mengen.

Durchsichten mit Problemen

Nachdem die Robinie an fast allen Standorten komplett ausgefallen ist, aber ich an den meisten Standorten zufüttern müssen.
Zuvor friedliche Völker sind auf einmal recht biestig. Was ich in den vergangenen Tagen gestochen worden bin, geht auf keine Kuhhaut.

Eine meiner besseren Ertragsvölker hat seine Königin verloren – warum auch immer. Hier musste jetzt eine frische Schwarmkönigin als Überbrückung herhalten. Diese hatte, als zweite Nachschwarmkönigin, nicht mehr viel Belegschaft in der Kiste, aber einen unbändigen Legedrang, und das Ertragsvolk keine Weisel mehr, sodass ich jetzt beide vereinigt habe, in der Hoffnung, dass die noch Ertrag bringen.

Neue Serie

Heute geht vermutlich eine neue Serie an Königinnen an den Start. Diesmal wieder von der bereits genannten Carnica Zuchtmutter.

Eigentlich wollte ich dazu einen Adamstarter basteln, aber da fehlte bisher die Zeit, und jetzt starten wir die Serie in einer weisellosen Hinterbehandlungsbeute. Ob das etwas wird, kann ich nicht sagen, aber schauen wir mal.

Rückstau

Ich komme im Moment mit vielen Dingen nicht so richtig hinterher.
Ich muss zum Beispiel an unserem neuen Standort noch Beutenständer bauen, vorerst für 20 Mini Plus und für rund 20 Ableger.

Ich habe auch noch 12 Dadant-Beuten, die geliefert worden sind, die kurzfristig gestrichen werden wollen. Außerdem habe ich dazu noch die Rähmchen, in welche Mittelwände eingelötet gehören.

Weil das noch nicht genug ist, müssen noch ein paar hundert Kilo Honig abgefüllt und etikettiert werden – wobei mir für zumindest eine Sorte noch ein Etikett fehlt.

Es fehlt auch noch ein “Firmen”-Schild für das neue Imkereigrundstück, außerdem muss ich den schon fertigen Honig ausliefern.

Weil das noch nicht genug ist, müssen die ältesten Ableger in normale Beuten umziehen und erweitert werden – die platzen gerade aus allen Nähten. Die jungen Königinnen wollen einfach legen, auf Teufel komm’ raus.

Belegstelle

Am Freitag habe ich 26 Einheiten auf die Belegstelle Annaburger Heide gefahren.
Ich bin wirklich gespannt, was dabei raus kommt, werde das Ergebnis aber erst in zwei Wochen erfahren. Das sind, wie erwähnt, Buckfast Königinnen, deren Drohnen nächstes Jahr für die Oie vorgesehen sind. Auch die Verpaaarung ist interessant, eine Rüppel-Herkunft mit wohl sehr guten VSH Werten. Also mal abwarten, was dabei raus kommt.

TBE voraus

In 4 Wochen steht die TBE an. Da kommt dann noch mal eine richtige Arbeitsspitze, die sich aber bei den Auswinterungsergebnissen immer wieder bezahlt macht.

Im Moment schlaucht es etwas. Ich bin froh, wenn es wieder etwas ruhiger wird. Und ich denke im Moment, dass ich nächstes Jahr die Anzahl der Wirtschaftsvölker halten, und nicht erweitern will. Erst einmal lernen, so viele Kisten effektiv zu managen. Dann kann man weitersehen.

2019.14 Nach dem Urlaub ist vor der Honigernte

Kaum sind wir aus dem Allgäu zurück, muss die letzte Urlaubswoche für Imkerliches herhalten…

Ableger nach 2 Wochen ohne Fütterung

Wir waren 2 Wochen im Urlaub, und so mussten die alle Völker alleine zurecht kommen. Das ist natürlich kein Problem, allerdings ist hier bei uns alle Tracht vorbei, und die Völker laufen jetzt auf Reserve.
So habe ich den Honig noch auf den Wirtschaftsvölkern gelassen und den Ablegern Futterteig aufgelegt, damit sie die Zeit gut überstehen.
Das hat auch gut geklappt, allerdings haben alle Königinnen das Stiften deutlich zurückgefahren, obwohl alle Kisten satt Futter in den Waben hatten. Das hat mich etwas erschrocken, aber vielleicht liegt es auch and er Pollenversorgung, denn der Umfang an Pollenreserven ist eher als gering einzuschätzen.
Unmittelbar nach meiner Rückkehr habe ich allen Ablegern einen dünnen Futtersirup (1:1) gegeben, und heute hatte ich das Gefühl, dass in den Ablegern wieder mehr Stifte zu finden sind.
Vermutung: Unabhängig vom vorhandenen Futter im Volk, scheint der Eintrag an neuem Futter einen Reiz zu setzen, der das Brutgeschäft der Königin bestimmt. Wenn frischer Eintrag, nimmt die Legetätigkeit zu, wenn nichts von außen reinkommt, nimmt die Legetätigkeit ab.

Honigernte

Mittlerweile haben wir auch den Honig geschleudert.
Da muss mittlerweile die ganze Familie ran. Und so waren wir alle von Mittag an, bis in die Nacht hinein mit entdeckeln, schleudern und putzen beschäftigt. Ohne meine Familie hätte ich das alleine nicht bewältigt. Ich bin so dankbar, dass die hier meine Spinnereien klaglos mitmachen. Sogar die Oma hat tatkräftig mit angepackt.

Kunstschwärme

Bei der Honigernte habe ich noch zwei Kunstschwärme erstellt. Weil ich die Bienen via Bienenflucht vom Honig getrennt hatte, waren die Völker reichlich übellaunig, als ich den Honig ernten wollte, und zusätzlich die Bienentrauben unter den Fluchten zusammenkehren wollte…
Es folgten wilde Attacken und am Ende hatte ich ein gutes dutzend Bienenstiche in Armen, Händen und Beinen. Nächstes Mal dann doch besser gleich im Vollschutz, oder diese Arbeiten nicht zusammen durchführen.
Jetzt sitzen diese Kunstschwärme noch zu Hause in einer dunklen, kühlen Kammer, und warten darauf, in Beuten eingeschlagen zu werden.

Wenn Honig weg, dann Fütterung!

Was jetzt?

Heute fahre ich die Honigräume wieder durch die Gegend und staple die auf Völker zum Ausschlecken.
Wichtiger: Es beginnt die CO2-Testung.
Ich muss wissen, wie der Varroabefall meiner Völker aktuell aussieht. Dazu werde ich aber separat noch etwas schreiben.

2019.13 Futterteig füttern und Kalkbrut

Die Ableger müssen jetzt alle mit Futterteig klarkommen. Der Vorteil: Bei Futterteig ist die Wahrscheinlichkeit für Räuberei deutlich geringer als bei Flüssigfutter. Der Nachteil: Vielleicht gar keiner, vielleicht regt aber auch Futterteig nicht so stark zum Brüten an wie dünnes Flüssigfutter, weil dieses einen Nektarfluss simuliert? Ich werde es wohl herausfinden müssen.

Ich habe ein Kalkbrut-Problem: Ein zweites Wirtschaftsvolk hat eine deutliche Anzahl an Kalkbrutmumien und bei der Hälfte der Begattungsableger, die mittlerweile alle legende Königinnen haben, habe ich auch welche gefunden.
Mein erstes KB-Volk, welches ich umgeweiselt habe, sah bei der letzten Durchsicht besser aus, die Symptome scheinen verschwunden zu sein (toitoitoi). Jetzt ist aber ein weiteres Wirtschaftsvolk dazugekommen, welches am gleichen Stand steht wie die Begattungsableger.
Die Frage ist: Habe ich durch verunreinigte Werkzeuge die Sporen in meinem Bestand verteilt? Sind die Fälle unabhängig voneinander aufgetreten? Haben die Königinnen in den BGE die Sporen mitgebracht? Ist die Kalkbrut durch die Drohnenseite eingebracht worden?
Die Literatur zum Thema Kalkbrut ist sehr dünn, die Behandlung scheint mit Umweiselung ausreichend zu sein, große Hygienemaßnahmen scheinen kaum notwendig (klar, Stockmeißel reinigen, Beuten grob reinigen – nichts im Vergleich zur AFB), aber ich bin verunsichert, wie ansteckend das eigentlich ist.
Insgesamt habe ich das Gefühl, dass die Literatur dem Thema eher entspannt gegenüber steht.

Ich beobachte das jetzt noch, bis die ersten Brutsätze der neuen Königinnen geschlüpft sind. Und wenn das Brutbild nicht besser wird, bin ich gezwungen, hart durchzugreifen und mit dem Daumen zu selektieren.
Viel Arbeit dieses Jahr dann ganz für die Katz…

Ablegerbienenflug…

Ableger Nr. 1 fliegt was zusammen.
Erstellt wurde dieser aus meinem friedlichsten Volk am Stand.

Mittlerweile gehören die zu den nervigsten Völkern. Da wird wohl kommendes Jahr die Königin den Weg allen Irdischen antreten und ersetzt werden.

Etikettieren und kein Ende

Wir haben bald (morgen) Sommerfest in der Kleingartenkolonie, und es wäre denkbar, dass es dort Menschen gibt, die den Honig kaufen wollen, der dort gesammelt wurde.
Deswegen heisst es jetzt, mal wieder auf dem letzten Drücker: Etikettieren was geht.

Ein Ableger, der abschwärmt

Die Alten Hasen sagen, so etwas gibt es nicht: Ableger schwärmen nicht!
Und siehe da: Zwei Wochen nach Bildung ist mir ein Ableger abgeschwärmt und hing im Bau, um 9:30 früh, mitten im Garten

(die Nachbarn haben jetzt Blutdruck)

Update 12/2018: Das Volk hat sich super entwickelt.