Pollen Substitute im Frühjar?

In Kanada scheint das im Frühjahr ein Thema zu sein: Man legt auf die Völker “Pollen-Patties”, um deren Brutentwickliung zu unterstützen.
Die Idee ist, dass man Eiweiss zur Verfügung stellt, wenn von draußen noch nichts reinkommt (kein Bienenflug möglich ist, bzw. die Bienen noch keinen Pollen finden), um so das Brutgeschäft anzuheizen, bzw. zu unterstützen.

Ob das funktioniert?
Und wie ich versucht habe, das nachzuahmen…

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Vorläufiges Fazit zum frühen Anpassen des Brutraums

Das Thema wird ja aktuell im Netz immer wieder diskutiert: Wie verhält es sich mit dem im Februar angepassten Brutraum, wie machen sich die Völker seitdem?
Meine Erfahrungen sind sicherlich nicht repräsentativ und Ergebnisse sind abhängig von der regionalen Wettersituation, dem Mikroklima und vor allem der Genetik.
Aber so siehts aus:

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Imkerforumstreffen 2019

“Wie spricht man deinen Nickname aus? Ral-Null-Errr?”
Wenn ich das wüsste!
“Sag’ einfach Ralf – ist vielleicht am einfachsten…”

Zweieinhalb Tage in Hessen, in Kleinlüder, unter lauter Imkern, mit Essen bis zum Umfallen, ohne Telefonempfang, dafür aber mit wackeligem WLAN, tollen Vorträgen, kleinen Blumen-Samen, feuchten Bierduschen, vielen neuen Bekanntschaften und wenig Schlaf.
Ein Wochenende wie eine Klassenfahrt, nur ohne Lehrkörper… obwohl…

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Vermehrung nach Jos Guth

Ich verlinke hier mal auf ein PDF, welches beschreibt, wie man aus wenigen Völkern in einem Sommer sehr viele Völker machen kann, und die eigentliche Limitierung lediglich in dem Vorhandensein von ausreichend Hardware (sprich: Beuten) besteht.

Was an dieser Stelle auch herausgestellt werden sollte: Das ganze funktioniert nur mit einer entsprechenden Königinnenvermehrung.

Deswegen ist diese ganze Nummer auch nicht trivial, weil sie viel handwerkliches Können, gutes Genmaterial am Stand und Koordination verlangt.

Kontakt zu den Nord-Berliner Immenfreunden – für interessierte Neuimker

Der Andreas, seines Zeichens einer der Kursleiter des anstehenden Einsteigerkurses der Nord-Berliner Immenfreunde, hat mir eine Mailadresse zukommen lassen, die gerne genutzt werden darf, um sich dort anzumelden: NordberlinerImmenfreunde@web.de

Im Anbetracht, dass Imkerkurse Mangelware sind, eine fundierte Ausbildung aber Voraussetzung für Spaß und Erfolg in der Imkerei ist, sollten Interessierte nicht zu lange zögern 🙂

Besuch bei den Nord-Berliner Immenfreunden

Nadja hatte mich schon vor einer ganzen Weile per E-Mail kontaktiert. Irgendwie war sie über das Imkerforum auf mich aufmerksam geworden, bzw. auf meinen Wohnort. Und nachdem wir uns sehr nett auf elektronischem Wege darüber ausgetauscht hatte, womit und wie jeder so imkert, hat sie mich zum Treffen der “Nord-Berliner Immenfreunde” eingeladen – einem neuen, zwanglosen Zusammenschluss von Imkern aus Nord-Berlin und Umgebung, der sich regelmäßig treffen und über Bienen reden möchte.

Nachdem ich das erste Treffen aus Zeitgründen versäumt hatte, gab Nadja nicht auf und lud mich auch für die nachfolgende Veranstaltung ein. Jetzt passte alles und so trafen man sich gestern in einem jugoslawischen Restaurant in Wittenau zum netten Erfahrungsaustausch.

Was für mich herausstach, im Vergleich zu meinen Vereinstreffen: Die Runde ist mit 12 – 15 Anwesenden so übersichtlich, dass man tatsächlich die Gelegenheit hat, sich fachlich auszutauschen und in ein Gespräch zu kommen. Bei Vereinstreffen ist es ja oftmals so, dass viel Zeit für administrative Fragen des Vereins drauf geht, und die Runden so groß sind, dass ein imkerliches Fachsimpeln so gar nicht mehr möglich ist. Also beschränkt man sich i.d.R. auf einen Vortrag mit anschließender Fragerunde.
Was mir gestern auch gut gefallen hat: Alle Ansichten und Meinungen wurden wohlwollend zur Kenntnis genommen. Unter Imkern werden ja oft verbitterte Debatten darüber geführt, wie man ein Problem denn nun “richtig (!)” löst, und oftmals fällt es Teilnehmern an solchen Diskussionen schwer, andere Lösungswege als den eigenen zu akzeptieren. So war es gestern aber nicht – jeder war für die Meinungen der anderen aufgeschlossen, was ich als sehr angenehm empfunden habe.

Was ich auch sehr positiv finde: Man wird einen Kurs für Neuimker anbieten.
Die Termine stehen bereits, die Dozenten und die Stände für die praktischen Arbeiten sind alle organisiert. So etwas ist bei mir im Verein derzeit undenkbar. Insofern kann man mit Fug und Recht behaupten, dass den Machern hinter den Nord-Berliner Immenfreunden wirklich daran gelegen ist, die Imker-Community voranzubringen, und man mit einer entsprechend hohen Motivation da herangeht.

Ein nicht unerheblicher Teil des gestrigen Abends ging allerdings auch hier für Administratives drauf: Es galt einen Namen zu finden und Fragen nach einer gemeinsamen Kasse (und einem entsprechenden Beitrag) zu klären. Am Ende stand zumindest nach Abstimmung der Name fest: “Nord-Berliner Immenfreunde”.
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da ein neuer Imkerverein im Werden ist.

Meine eigenen Hoffnungen, weswegen ich dort gestern hingegangen bin, sehen wie folgt aus: Ich suche immer noch eine Gemeinschaft von Imkern, mit denen man sich intensiv fachlich austauschen kann, und mit denen man dann auch gemeinsam praktisch Zusammenarbeiten kann.
Mein Beispiel dafür: Wenn sich 5 Imker zusammenschließen, und eine Zuchtgruppe gründen, ihr Material sichten und dann gezielt selektieren und nachziehen, prüfen und erneut selektieren, dann könnte man vielleicht einen lokalen Ökotypus herausarbeiten, der in Nord-Berlin und Umgebung gut funktioniert.
Für so ein Projekt suche ich noch Anschluss, und vielleicht kann das ja hier gelingen – man wird sehen.

Falls ein stiller Mitleser Interesse hat, zu diesem Zusammentreffen dazu zustoßen, so möge man mich bitte über die Kontaktdaten im Impressum kontaktieren.

Böden zu und neues “Stockkarten”-System

Jetzt, wo die Tage wieder deutlich länger werden und die Bienen das Brutgeschäft langsam wieder aufnehmen, habe ich die Böden der Beute mit dem Varroaschieber verschlossen.

Diese Vorgehensweise ist umstritten, was ihre Wirksamkeit und ihren Nutzen betrifft, aber mir erscheint es zumindest unschädlich, die Bienen etwas bei der Wärmeregulierung zu unterstützen. Ausserdem kann ich so in einigen Tagen den natürlichen Varroafall kontrollieren, ebenso wie den Sitz der Wintertraube.

Ansonsten versuche ich mich an einem etwas anderen System der Dokumentation, nämlich dem System “Panzertape”.

Bisher habe ich die Stockkarten traditionell auf Papier geführt, gesammelt in einem Ordner, nach Beutennummern getrennt. Das Problem:

  • Man vergisst den Ordner zu Hause,
  • man fährt vom Büro aus direkt zu den Bienen, hat den Ordner aber zu Hause,
  • wenn es windig ist, werden ständig die Seiten umgeweht,
  • die Propolis-verklebten Finger hinterlassen unschöne Flecken auf den Blättern,
  • wenn es mal etwas regnet oder nieselt, weichen die Seiten auf,
  • man blättert zu hektisch und reisst versehentlich eine Stockkarte raus…

Stockkarten sind toll, ich nutze sie regelmäßig, um den Zustand und die Entwicklung eines Volkes noch einmal nachzuvollziehen, insbesondere dann, bevor ich es für eine Durchsicht öffne. Aber aus den o.g. Gründen sind Papier-Stockkarten auch manchmal nervig.

Ich versuch daher einen neuen Ansatz: Panzertape und Edding.
Man klebt einen Streifen Tape auf den Deckel und schreibt dort die Notizen mit einem Edding rauf. Wenn der Streifen voll ist, klebt man einfach einen Streifen daneben. Irgendwann man den ersten Streifen auch wieder entfernen und stattdessen einen neuen, blanken Streifen anbringen. Man benötigt nur einen Edding, und den kann man in der Hosentasche griffbereit halten.

Bei zwei bis vier Völkern ist das alles unerheblich – da hat man genug Zeit für jeden Schnickschnack. Aber wenn ich mich dieses Jahr der 20-Völkergrenze nähere, dann muss man sich doch schon mal sehr konkrete Gedanken um das Zeitmanagement machen. Und ich hoffe, dass dieses System mir den Workflow etwas erleichtert.

Warten wir’s ab.

Erfahrung mit der Totalen Brutentnahme (TBE)

“Ameisensäure – das ist Teufelszeug!”, so oder so ähnliches hallt es seit einiger Zeit durch dieses Internetz. Und da ich auf der Suche nach einer Methode war, bei der man mehrere Gute Dinge auf einmal erledigen kann, und mich die Imkerei Bienengarten praktisch drauf gestoßen hat, habe ich es in 2018 mal mit der TBE versucht.

Denn: Mit der TBE erfüllt man sich drei Wünsche auf einmal:

  • Varroabekämpfung
  • Bauerneuerung
  • Völkervermehrung

So die Versprechen. Wie man’s macht unter “mehr”…

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Wiegen, wiegen, wiegen

Heute noch mal alle Völker gewogen.
Die Gewichtsabnahmen in den letzten 2 Wochen liegen zwischen 0,1 und 1,0 KG pro Volk.
Alle Völker sollten eigentlich noch bis zum Anpassen des Brutraumes, Mitte Ende Februar kommen, und dann muss es Futterteig geben.
Ich wünschte, es wäre etwas entspannter, was das Futter betrifft.
Für den Winter 2019/20 muss ich besser/mehr eingefüttert bekommen.
Nach ersten Beobachtungen hätte ich auch zumindest zwei Völker (2 TBE-Brutscheunen) nicht auf 2 sondern lediglich auch einem Brutraum einwintern sollen.
Aber das sind jetzt so Lerneffekte: So eine Brutscheune, die im August noch mit Bienen überquillt, schrumpft zu stark zusammen, um auf 2 Zargen geführt zu werden.