2022.10 – Saison ist auch rum

Werter Leser,
eine kurze Zwischennotiz aus dem Homeoffice, wo ich mit den Bienen für dieses Jahr so gut wie fertig bin, und mich stattdessen anderen Dingen zuwende, wie putzen, ausbessern, reinigen, auskochen, auftauen, rühren, abfüllen und etikettieren.

Ich schreibe immer wieder mal, eher lustlos als mit Begeisterung, an einem Artikel über CPBV, der all meine Erfahrungen, Beobachtungen und Tipps zusammenfassen soll – quasi eine Art Abrechnung mit dieser Krankheit und ein Zwischenfazit über das Gelernte. Aber ich fürchte, es wird noch etwas dauern, bis dieser Artikel online geht.
Wenn Sie aber das große Ergebnis vorab wissen möchten und derweil auf eine Begründung verzichten können, dann nehmen Sie das hier zur Kenntnis: Die wirksamste Behandlung eines an CBPV erkrankten Volkes ist die Umweiselung auf eine Linie, die gegen CPBV immun ist.
Wenn Sie wissen wollen, wo es solche Linien gibt, dann schreiben Sie mich kommendes Jahr noch mal an. Wenn sich meine Vermutungen bewahrheiten, dann sollte ich nächstes Jahr ein paar Herkünfte in meinem Bestand identifiziert haben.

Ich habe diesen Sommer sehr viele Milben und sehr viel DWV gesehen. Teilweise selbst verschuldet, teilweise aber auch überraschend. Ich weiss nicht, ob dieses Jahr ein besonderes Milbenjahr ist, oder ob mich eigene Nachlässigkeiten einholen, aber in jedem Fall habe ich Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben. Laut DeBiMo sehen meine Bienenproben von Mitte Oktober zwar gut aus, aber insgesamt – wie jedes Jahr aus Neue – gehe ich mit Sorge in den Winter (ich weiss nicht, ob das jemals aufhören wird).

Hinsichtlich Honig war es eine gute Saison. Auch meine Entscheidungen zu Anschaffungen, wie einst hier dargelegt, haben sich weitestgehend als richtig erwiesen.

Was mir schon gefehlt hat, war die Königinnenaufzucht, und die Zucht an sich. Königinnen machen ist erfüllender, als Honig. Das soll sich nächstes Jahr wieder etwas ändern.

Was sich als gute Entscheidung erwiesen hat, war das konsequente Umstellen auf 10er Dadant. Alle Beuten sind vom selben Hersteller, alles passt zusammen, das war eine große Erleichterung. Auch der Anhänger hat gute Dienste geleistet, ebenso wie der Kaptarlift oder auch die Hardware des Schleuderraums. Nur so war es möglich, alles alleine zu stemmen, Pflege der Völker, Transport der Völker und des Honigs sowie die insgesamt 4 Ernten. Was ich komplett ausgelagert hatte, war das Königinnengeschäft. Auch das war eine Erleichterung, aber der Postversandt der Jungfern war ein Graus. DHL Express hat es nie (!) wie versprochen, über Nacht geschafft, die Königinnen zuzustellen. Einmal war eine Serie so lange unterwegs, dass aus dieser Gruppe keine einzige Weisel am Ende begattet wurde.
Daher werden ich kommendes Jahr also wieder selbst aufziehen und begatten lassen, weil ich hier den ganzen Prozess in meinen Händen habe.

Trotzdem will ich die Anzahl der Wirtschaftsvölker und auch den Umfang der Wanderungen reduzieren. Es soll auch Völker geben, die gar nicht wandern, und die stattdessen zur Aufzucht von Königinnen und als Brut- und Bienenspender dienen.
Wenn ich es irgendwie mental schaffe, werde ich auch weitestgehend auf Schwarmkontrollen verzichten, nachdem der Raps rum ist. Das kostet nicht nur Zeit, es geht auch jedesmal mit dem Risiko einher, Königinnen zu quetschen. Und es bringt immer wieder auch Unruhe ins Volk.

Das letzte große Thema ist und bleibt die Varroabehandlung. Aber hier will ich meine aktuellen Erfahrungen in einem eigenen Artikel darlegen.

Daher soll es das für heute gewesen sein, und somit verabschiede ich mich für dieses Mal.
Herzliche Grüße!

2022.9 – Dies und das

Drei Wochen Urlaub, drei Wochen keine Bienen, und was soll ich sagen? War auch mal ganz schön!
Wir waren in Norwegen, genauer gesagt in Südnorwegen, und das war ausgesprochen entspannt, landschaftlich wirklich schön und ganz schön teuer. Aber der Erholungseffekt war groß, und so hatte ich nach dem Urlaub auch tatsächlich wieder Bock auf Bienen, und zu tun gab es ja einiges.

In Norwegen habe ich nur zwei Mal Beuten gesehen: Einmal an einem Feld, 5 Kisten, die sehr an Segeberger Beuten erinnerten, aber ein anderen Maß hatten, und deren Bewohnerinnen ausgesprochen böse waren. Und dann einmal mitten auf dem Grünstreifen eines Autobahnkreuzes bei Kristiansand: Hier hatte jemand eine Belegstelle eingerichtet. In der Mitte eine Reihe Drohnenvölker und drumherum zwei, drei Dutzend Begattungskästchen.
Apropos Belegstelle – die Bienendichte in Norwegen ist so dünn – man könnte vermutlich in jedem Tal eine eigene, sichere Belegstelle einrichten. Ich musste daran oft denken, wenn ich insgeheim darüber grübelte, ob und wie wir nach Norwegen auswandern könnten…

Aber ich wollte ein paar Beobachtungen teilen, die ich seit meiner Rückkehr gemacht habe. Nichts Besonderes, einfach nur Erfahrungsaustausch.

Stille Umweiselungen finden jetzt statt

Ich habe damit angefangen, Völker umzuweiseln. Dabei prüfe ich vor dem Zusetzen der neuen Königin, ob das Volk Nachschaffungszellen angelegt hat. Bei einem Volk war das dann nicht der Fall, obwohl die ich die gezeichnete Königin Tage zuvor entfernt hatte, und es war auch großflächig Brut in allen Stadien vorhanden, sowie eine junge, dicke, große Königin, sowie genau eine Weiselzelle, welche die Bienen noch nicht zurückgebaut hatten.

Ich habe diese Königin jetzt gelassen, weil Königinnen aus stillen Umweiselungen in der Regel ausgesprochen gute Leistungen zeigen können. Interessant ist aber auch, dass das Volk bis zu meinem Eingriff zwei Königinnen gleichzeitig akzeptiert haben.

Königin ohne Flügel

Eine Kuriosität, die ich mir gar nicht erklären kann, ist eine Königin ohne Flügel. Diese ist mir bei einer TBE untergekommen, und die Geschichte geht so:

Ich habe ein altes Mini PPlus Volk auf Dadant geschlagen, im Rahmen einer TBE. Dabei habe ich eine ungezeichnete Königin gefunden, ein dickes Tier, mit langem Hinterleib. Aber diese Königin hatte keine Flügel, auch keine Stummelflügel, gar nichts. Da aber Brut in allen Stadien vorhanden war, habe ich nichts gemacht, und die Kö mit in die Dadant Kiste gegeben.

Vier Tage später, zur Behandlung mit Oxalsäure, hatte das Volk schon wieder Eier, Futter war sauber abgenommen, alles in bester Ordnung. Aber dann habe ich zufällig eine gezeichnete Königin gefunden, mit Flügeln, nämlich jene, die ich Monate zuvor zugesetzt hatte.

Es sieht also auch hier so aus, als wenn das Volk zwei Königinnen duldet, von denen eine zwar so aussieht, als hätte sie einen entwickelten Hinterleib, jedoch keine Flügel (mehr).

Bienen geben einem doch immer wieder Rätsel auf.

Wenn kein Futter, dann keine Brut

Vor meinem Urlaub hatte ich die Völker noch einmal gut gefüttert. Dann war bei den meisten drei Wochen Ruhe, nur die Völker, die eine TBE hatten durchmachen müssen, sind zwischendurch gefüttert worden.

Etwa vier Wochen nach der letzten Fütterung zeigte sich dann ein wiederkehrendes Bild:
In vielen Völkern gab es sehr viele Jungbienen, verdeckelte Brut und Eier, jedoch wenig bis gar keine Maden. Es sah also so aus, als wenn mit meiner letzten Fütterung etwas mehr als ein Brutsatz aufgezogen wurde, was die Jungbienen und die verdeckelte Brut erklärte, dann aber die Brutpflege mangels Futterstrom eingestellt worden war (was die Eier erklärt – die Königin legt weiter, aber die Arbeiterinnen räumen dann wieder aus).
Nachdem ich nach meiner Rückkehr auch wieder die Fütterung aufgenommen habe, sind Tage später auch wieder vermehrt gut gepflegte Maden zu finden.

Pollenmangel ist hierbei nicht das Problem – alle Völker verfügen über reichlich Pollenvorräte, und auch die Maden, wenn sie denn gepflegt werden, schwimmen dick im Futtersaft. Es fehlte also offensichtlich der Futterstrom – nicht jedoch die Futtervorräte: Kein Volk war trocken gelaufen, alle hatten noch (verdeckeltes) Futter in den Waben, jedoch eben keinen Futterumtrieb mehr im Volk.

Meine Annahme ist daher, dass der Futterumtrieb (also das Umtragen des Futters im Stock, von Biene zu Biene) entscheidend dafür ist, ob und wieviel Brut zu dieser Jahreszeit gepflegt wird.

Es gab aber auch seltsame Ausnahmen: Wenige Völker, am gleichen Standort, hatten sich das Brutnest vollgekleistert, und ich weiss nicht so genau, womit eigentlich. Aber diese Kisten waren randvoll mit Futter. Hier habe ich jetzt teilweise Honigräume über Absperrgitter aufgesetzt, um ein Umtragen des Futters zu ermöglichen. Allerdings wurde davon wenig gebrauch gemacht, obwohl auch hier wieder Entspannung im Brutnest eingetreten ist (vermutlich durch den Verbrauch des Futters).

Honigräume mit einfüttern

Nachdem ich die letzten Frühjahre immer mit Futterteig hantieren musste, will ich dieses Jahr die Taktik ändern, und einen HR aufsetzen, dort mit einfüttern lassen, und dann den HR im Oktober untersetzen. Es soll einfach mehr Futter in die Völker, ich möchte bis Ende März nichts an den Bienen machen müssen, außer vielleicht Schiede setzen. Aber dazu kann es in einer 10er Dadant Kiste schon mal eng werden.

Nächstes Jahr mal weniger Völker

Ich werde die Saison nächstes Jahr deutlich kleiner angehen. Die letzten Jahre, mit ihrem ständigen Wachstum, waren auch ganz schön anstrengend, sodass ich manchmal auch einfach keinen Bock mehr auf Bienen hatte. Daher ist schon in der Saison der Gedanke aufgekommen, kommendes Jahr mal etwas die Richtung in der Imkerei zu ändern.
Daher werde ich im Frühjahr etliche Völker verkaufen (wenn denn alles heil über den Winter kommt), mit einem kleinen Rumpf weitermachen (also in etwa dem, was ich für die Teilnahme am DeBiMo benötige, plus etwas Reserve) und dann mich auf die Aufzucht von Königinnen konzentrieren, und mal etwas Neues ausprobieren: Die Ausbildung von Jungimkern.

Ausbildung, Imkerpate

Als ich mit der Imkerei anfing, bin ich in einen Imkerverein eingetreten, weil ich einen Imkerpaten finden wollte. Ich fand aber keinen. Niemand war bereit, Imkerpate zu sein.
Das war ausgesprochen frustrierend, aber so war ich praktisch gezwungen, mir woanders Hilfe zu organisieren (im Internet, wie man das eben heute so macht), woraus mein Imkernetzwerk entstanden ist, dass sich einmal Nord nach Süd, West nach Ost durch die ganze Republik zieht, und für das ich sehr dankbar bin.

Aber ich denke, dass ich mittlerweile so viel Wissen und Erfahrung gesammelt habe, dass ich in meinem Verein als Imkerpate etwas Nützliches zum Vereinsleben beitragen kann. Das will ich dann ab kommendes Jahr mal ausprobieren. Weniger eigene Bienen, mehr bei anderen Imkern unterstützend helfen und damit auch ganz viel unterschiedliche Völker zu Gesicht bekommen.

Ich spiele auch grob mit dem Gedanken, mich um eine Fortbildung als BSV zu bemühen. Nach meinen Erfahrungen rund um CBPV finde ich das eine interessante Herausforderung. Aber da bin ich mir noch nicht ganz im Klaren darüber, ob ich das wirklich durchziehen will.

Schauen wir mal.

2022.7 – Sperma-Party!

“Was ist das denn für ein Titel?”, wird der geneigte Leser denken, aber die Erklärung in ihrer ganzen wenig erotischen Bedeutung wird sich später im Artikel erklären. Zunächst zu anderen Dingen:

Artikel über CBPV im Deutschen Bienen Journal

Ich durfte mal wieder etwas für das Deutsche Bienen Journal schreiben, diesmal einen Artikel über CBPV.

CBPV ist ein Thema, von dem man immer mehr hören kann, wenn man nur die Ohren aufsperrt, und wenn man einmal ein geschultes Auge dafür entwickelt hat, dann sieht man es auch öfters als man denkt.

Mit meinem Artikel versuche ich dann, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dieses Thema mehr ins Bewusstsein der Imkerschaft zu rücken, und damit auch in die Institute, damit bezüglich Behandlungsoptionen mal wissenschaftliche Erkenntnisse gesammelt werden können (und zwar nicht nur in Bayern)

Varroa Status

Ich habe Anfang Juni dann mal mittels Alkohol-Waschung auf Varroa getestet: 10 % der Völker musste ich aus der Honigproduktion nehmen und mit einer Behandlung beginnen. 10 % waren an der Schwelle und der Rest war für den Zeitpunkt des Jahres in Ordnung.

Aber es gab sie schon, die Milbenschleudern.
Leute, ihr müsst die Varroa im Blick behalten.

Begattungserfolge eher mau

Ich habe in mehreren Kleinstserien Ableger begatten lassen. Ein Imkerkollege aus meinem Zuchtverband hat mir dazu jede Woche Königinnen geschickt. welche ich dann in Ableger oder Apideas eingeweiselt habe.

Der erste Durchlauf lief gut, 4 von 5 wurden erfolgreich begattet. Der zweite Durchlauf, diesmal mit Apideas, lief noch besser, 5 von 5. Aber dann ließ es stark nach: 2 von 5 und noch einmal 2 von 5. Am Wetter kann es eigentlich nicht gelegen haben und die Ableger waren eigentlich allesamt klassisch vorbereitet, ich mache das ja auch nicht zum ersten Mal. Aber manchmal ist einem das Glück einfach nicht hold.

Robinie, endlich mal wieder!

Ich habe es kräftemäßig nicht geschafft, in die Robinie zu wandern, da kam einfach zu viel auf einmal zusammen. Aber in der Nachbarschaft und an einem speziellen Standort, da stehen eben doch sehr viele Robinien, und die haben scheinbar dieses Jahr alles gegeben.

So musste ich dieses Jahr bereits drei Mal schleudern, auch deswegen, um die Honigräume wieder leer zu bekommen, damit noch irgendwo die Linde rein kann.

Ich hatte den Robinienhonig wirklich vermisst, und endlich kann ich mir den mal wieder aufs Brötchen schmieren.

Keine Honigräume mehr

Alle Honigräume sind jetzt auf Völkern, und in den meisten ist auch reichlich drin. Die Linde scheint auch dieses Jahr wieder zuverlässig zu honigen, zuerst die Sommerlinden, und aktuell die Winterlinden. In wenigen Tagen dürfte der Spuk dann vorbei sein, und dann steht auch schon wieder die Ernte an. Allerdings wird es diesmal so viel werden, dass das nicht mehr für einen alleine an einem Tag zu schaffen ist. Ich nehme an, dass diesmal sogar Vorfilter und Honigpumpe zum Einsatz kommen müssen, um die Mengen vernünftig weg zu schaffen. Alles Luxusprobleme.

Besamen bis das Sperma alle ist

Anfang Juni war wieder der Termin für die manuelle Besamung von Königinnen in Meck-Pomm, im Rahmen der Arbeit des Landesverbandes der Buckfastimker Mecklenburg-Vorpommern.

Das ist einer jener Termine, zu dem man die Kollegen allesamt mal wieder treffen kann. Neben der eigentlichen Arbeit, die der Besamungsprofi Matthias Engel durchführen musste, geht es auch um das Miteinander, den Austausch von Erfahrungen und immer wieder auch ums Essen (Holger, unser Gastgeber, tafelt immer wieder auf… es ist alles ganz furchtbar!)

Es sind dieses Jahr rund 200 Königinnen besamt worden, viele mit dem Sperma eines Drohns (sdi), etliche aber mit Sperma mehrerer Drohnen eines Volkes (mdi). In Kürze steht dann die künstliche Infektion mit Milben an, um dann im August auszuzählen, welche Paarungen möglicherweise SMR/VSH können.

Ich finde die manuelle Besamung jedes Mal so spannend, dass ich eigentlich kurz davor bin, mich meinerseits auf dieses Thema zu stürzen. Allerdings schrecken mich noch der Investitionsaufwand und die Komplexität des Themas.

Auf der anderen Seite ist es DAS Werkzeug für eine kontrollierte Anpaarung, und es würde es mir ermöglichen, gesicherte Kombinationen auszuprobieren. Ich finde Zucht und Bienen ja immer noch spannender als Honig – wenn ich also die Wahl hätte, das Hobby über den Verkauf von Königinnen oder Honig zu finanzieren, ich würde mich für die Königinnen entscheiden 🙂

2022.6 – Honig? Honig!

Wo ich auch hinhöre: Die Imker sind zufrieden, der Honig fließt, die Erträge sind vielversprechend. Ich bin überrascht, dass es so gut funktioniert, war doch das Frühjahr wieder einmal zu trocken.

Frühtracht top, Raps naja

Ich frage mich schon, wo die Bienen eigentlich den ganzen Nektar finden. Es gab Völker, die haben 5 Honigräume mit Frühtracht vollgetragen, ohne das dort erkennbar Raps mit bei gewesen wäre. Dabei ist nicht mal erkennbar, was da eigentlich gehonigt hat. Klar, hier und da Obstbäume, aber sondt? Und dann gibt es die Völker, die ich in den Raps fahre, und wo die Erträge jedes Jahr einfach sehr bescheiden sind.

Ich hatte noch kein Jahr, in dem der Raps für viele volle Honigräume gesorgt hätte. Klar, es kam immer etwas rein, aber nie wirklich viel. Ich kenne die Geschichten mit 30, 40, 50 Kilo Raps pro Volk, aber da bin ich jedes Mal Lichtjahre von entfernt. Ich frage mich dann, woran es liegt. Ists das Klima, die Trockenheit im Frühjahr? Ist es die Sort Raps, die angebaut wird?
Ich weiss es nicht.

Linde

Während ich nebenher noch etwas Robinie mitnehme, und hier wohl auch noch eine kleine Zwischenschleuderung machen muss, habe ich jetzt alles, was sich Wirtschaftsvolk nennt, in Stellung gebracht für die Lindentracht.

Dabei habe ich gelernt, welche Vorurteile es immer noch gegenüber Imker mit Buckfast Bienen gibt.
Kaum hatte ich meine Völker am Lindenstandplatz aufgestellt, bekam ich eine Nachricht, ich möge doch bitte die Völker wieder wegbringen, man wolle keine Buckfast Völker in der Nähe von Carnica Völkern. Die Buckfast Völker würden alle anderen Bienenvölker ausrauben und wenn man Königinnen begatten ließe, dann würden da aggressive Stecher bei rauskommen.

Mich lassen solche Anwürfe immer etwas ratlos zurück. Alles an diesen Vorurteilen ist sachlich nicht zu halten. Diese Gerüchte stammen offensichtlich aus einer Zeit, als es erbitterte Fehden zwischen Carnica- und Buckfastzüchtern gab. Aber mittlerweile sind da die aktiven Züchter/Verbände pipapo meiner Beobachtung nach schon viel weiter, und diese Auseinandersetzungen sind weitestgehend ad acta gelegt worden. Nur weiter unten, in der Imkerschaft, ploppt dann so etwas immer wieder mal auf.

Jedenfalls gab es ein (hoffentlich) klärendes Telefonat, und ich denke, jetzt sollten alle eine schöne Lindenernte einfahren können – es sind schließlich genug Bäume für alle da.

Schleudertechnik, ich bereue keinen Cent

In der Vergangenheit schrieb ich ja bereits über den “Point Of No Return”, bei dem es insbesondere um die Schleudertechnik ging.

Ich kann es nicht anders sagen, aber ich bin bei jeder Schleuderung dankbar, dass ich den Deckelwachsschmelzer, das beheizte Entdeckelungsmesser und die 42 Waben Schleuder habe. Damit schaffe ich alleine etwa 20-25 Zargen pro Tag, wenn ich um die Mittagszeit anfange (und ich fange irgendwie nie früher an).

Das beheizte Entdeckelungsmesser hat auch direkten Einfluss auf das Doppelsieb. Ein Doppelsieb, auch bei Raps, hält etwa 10-15 Zargen durch, wenn man regelmäßig mal das Grobsieb säubert. Irgendetwas ist mit den Wachspartikeln anders, wenn man das Messer verwendet, im Unterschied zur Entdeckelungsgabel.

Allein die Anschaffung des Vorfilters scheint im Rückblick betrachtet zu viel des Guten gewesen sein. Gleiches gilt für die Honigpumpe, und ich spiele mit dem Gedanken, beides wieder zu verkaufen. Naja, schauen wir mal, wird ja auch nicht schlecht.

Schwarmtrieb lenken und Varroa im Blick behalten

Der Schwarmtrieb hat mich gut auf Trapp gehalten. Ich hatte gehofft, dass nach 2 mal Zellen-brechen der Schwarmtrieb erlahmen würde, aber dem war nicht so.
Also musste ich mitunter doch Völker schröpfen, was aber OK war, weil ich Brutwaben und Bienen für Begattungsableger brauchte.

Trotzdem ist das immer wieder viel Aufwand, jede Woche in die Kisten zu schauen, gerade, wenn man viele unterschiedliche Standplätze hat.

Ich gehe beim Schröpfen auch relativ rigide vor:
Wenn ein Volk seine Brut verlassen will (sprich: Schwärmen), dann ist meine Methode der Wahl oft jene, dass stattdessen die Brut die Bienen verlässt. Ich entnehme etwa 2/3 der Brutwaben, was ja fast einer TBE gleich kommt, und fülle den Platz mit Mittelwänden oder Leerwaben auf.
Allerdings entnehme ich diese Menge an Brutwaben nur bis ungefähr 20. Mai. – das so geschröpfte Volk soll bis zur Linde die Waben und Brut ersetzt haben, damit es dann wieder ausreichend stark ist. Jetzt könnte es allerdings dieses Jahr so kommen, dass die Linde ein, zwei Wochen früher aufgeht als erwartet. Aber das bleibt abzuwarten.

Ich bin mir noch etwas im Unklaren darüber, wie ich bei den stark geschröpften Völkern mit der Varroabehandlung umgehe. Eine weitere TBE fällt hier aus – ich finde es zu hart, einem Volk zwei Mal in einem Sommer alle Brutwaben zu entnehmen. Ich tendiere hier eher dazu, die Königin zu käfigen und so Brutfreiheit herzustellen. Brutfreiheit, in Kombination mit einer Oxalsäurebehandlung, ist eine der effektivsten Maßnahmen, zuverlässig fast alle Milben aus einem Volk zu entfernen.

Allerdings funktioniert jede Varroabehandlung nur dann, wenn man nicht zu spät dran ist.

Jetzt, Anfang Juni, ist wieder die Zeit, bei der ich den Varroastatus aller Völker mit der Alkohol-Auswaschmethode prüfe.
Dabei will ich eigentlich nur Nullen und Einsen sehen. Wenn es jetzt schon an die drei Milben oder gar mehr geht, muss ich eigentlich schon etwas tun. Es kann sonst der Fall eintreten, dass ich im Juli schon zu spät dran bin, und stark belastete Völker weg klappen.
Die Varroa gewinnt immer, wenn man nicht ständig auf der Hut ist!

2022.5 – Das Karussell

In meiner Kindheit gab es auf Spielplätzen noch diese kleinen Karusselle, die aus massiven Eisenstangen zusammengeschweißt waren, äußerst unbequem zum Sitzen, bei denen ein oder zwei Kinder darin sitzen konnten, während ein weiteres Kind (oder gerne auch die Eltern) von außen Anschwung gaben.

Wenn man einmal im Karussell saß, war man der Gnade des Anschwung gebenden Kindes ausgeliefert, wie schnell und schmerzhaft die Fahrt werden würde. Denn die Fliehkräfte waren aufgrund des kleinen Radius’ enorm, vom Schwindelgefühl einmal ganz abgesehen.
Allzu schnell hatte man das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, allzu schnell begann man sich unwohl zu fühlen.

Die Saison in einer Imkerei ist dem sehr ähnlich: Kaum hat man Platz genommen, und will die Fahrt genießen (im übertragenen Sinne, versteht sich), schon nimmt alles so schnell Fahrt auf, dass die Fliehkräfte alles in Stücke zu reißen drohen. Dabei sind es die Bienen und die Trachten, die außerhalb stehen und Anschwung geben, während man im Karussell sitzend versucht, nicht zu kotzen.

Wandern

Ich habe jetzt eigentlich alle Figuren ein erstes Mal gezogen, will sagen: Die Bienen sind jetzt unterwegs.
Ich habe diesmal mehr Standplätze als letztes Jahr und habe dabei viel kleinteiliger aufgestellt. Meine Erfahrungen deuten darauf hin, das weniger manchmal mehr ist: Ich hatte in der Vergangenheit einen Lindenstandort, da konnte ich zwar maximal 5 Völker hinstellen, aber diese Völker haben Honig wie irre angeschleppt, während an einem sehr ähnlichen Standort mit 10-15 Völkern der Ertrag pro Volk deutlich schlechter ausfiel.

Aktuell habe ich an einem Stand mit nur 2 Völkern bereits den 4. Honigraum aufsetzen müssen, weil diese beiden Kisten rappelvoll sind. Da lohnt sich dann auch das Anfahren des Standortes, wenngleich da nicht viele Völker stehen.

Ich sehe die kleinteilige Verteilung auch als Risikomanagement. Wenn ein Standort wegen Krankheit, Vandalismus, Diebstahl oder Wetter ausfällt, bleiben noch Alternativen. Aber das erzeugt natürlich auch alles mehr Aufwand und Fahrerei.

Honigräume

Letztes Jahr habe ich bei weitem nicht alle Honigräume gebraucht. Irgendwie lief da die Saison nicht gut.
Ich will mich nicht zu früh freuen, aber dieses Jahr gehen die HR deutlich schneller aus dem Lager auf die Völker, und zwar erst dann, wenn ich denke, dass es wirklich nötig ist. Wenn es so weitergehen würde wie bisher, dann gehen mir eher früher als später die Kisten aus. Das Karussell dreht sich halt.

Ich habe im Imkerforum eine Diskussion verfolgt, in der es um das Geben des 1. Honigraumes ging.

Für mich gibt es da im Großen und Ganzen nur ein Kriterium: Wenn ich die Kiste im Frühjahr aufmache und denke “Oh! Viele Bienen!”, dann wirds Zeit für den ersten HR. Wenn dann die Brutwaben des angepassten Brutraumes auch noch dicht bebrütet sind, dann sollte der HR wirklich rauf, denn da wird ja bald etliches an Bienenmasse schlüpfen und Platz brauchen.

Der nächste HR, und alle weiteren, folgen dann mehr oder weniger klassisch: Wenn man beim Runternehmen merkt, dass da was drin ist und er auch reichlich von Bienen belaufen wird, dann kommt der Nächste rauf. Das Problem ist meistens, dass die Bienen einen überraschen und viel schneller HR 1 vollgetragen haben, als man es ursprünglich antizipiert hatte.

Mini Plus auflösen

Ich habe jetzt alle Mini Plus auf Dadant geschlagen. Ein Volk ist noch übrig, welches Brutwaben gesammelt hat und vermutlich in 1-2 Wochen explodiert, aber sonst sind alle aufs Standmaß gesetzt. Es gibt noch weitere Miniplus Türme, die aktuell nachschaffen.
Ich werde diese wohl doch noch dazu benutzen, Königinnen begatten zu lassen, bevor sie endgültig leer gemacht werden.

Ich finde M+ gut, aber da ich nicht auf eine Belegstelle fahren möchte, macht es eben doch auch viel Arbeit, ein zweites Rähmchenmaß zu führen. Es fühlt sich gut an, hier zu verschlanken und zu vereinfachen.

Überlebensvölker

Ich bin mit 4 Völkern aus unserem VSH Zuchtprogramm in den Winter gegangen, 3 davon haben unbehandelt überlebt. Alle 4 Königinnen waren künstlich besamt worden, von den 3en, die noch da sind, scheint einer gerade der Saft auszugehen – sie zeigt zu viel Drohnenbrut. Die verbleibenden zwei sehen aber sehr gut aus: Gesund, ruhig, stark, schönes Brutnest. Die Frage ist, ob und wie man damit weiter macht. Für eigene Prüfserien fehlen mir Zeit und Völker, aber auf jeden Fall kann ich Daten zurück liefern, damit der Züchter das in seine Selektion mit einbeziehen kann. Aber man muss das Karussell im Blick behalten.

Königinnen ziehen

Ich habe zu Königinnen, die ich letztes Jahr rausgegeben habe, positive Rückmeldungen bekommen. Die Zuchtmütter sind auch beide noch da und sehen ok aus. Der Winter hat aber auch noch andere interessante Kandidatinnen hervorgebracht.
Auch hätte ich die Möglichkeit, Jungfern zu ziehen und dann über den Verband künstlich besamen zu lassen. Das wäre aus züchterischer Sicht eine sehr gute, zuverlässige Methode einer gezielten Anpaarung. Aber das Karussell – man merkt sofort, wie einer zum Anschwung ausholt…

2022.4 – erste Honigräume

Das Wetter wird besser, der Frühling kommt jetzt mit Nachdruck und ich schalte langsam um von Werkstattmodus auf Bienenmodus (obwohl ich noch einiges auf der ToDo Liste der Werkstatt habe).

Die letztes Tage sind die ersten Honigräume auf die Völker gekommen, wobei noch nicht wirklich viel rein kommt.

Allerdings werde ich jetzt zwei Wochen nicht an die Völker kommen, die Wettervorhersage steht auf Warm und die Kirschen sind gestern aufgegangen. Allerdings haben nur die starken Völker einen HR erhalten, die anderen sollen noch zusammen gehalten und eng geführt werden, weil die Entwicklung von Brut und Bienenmasse nicht dem entsprechen, was ich von einem aufsetzbereiten Volk erwarte. Leider sind meine Doppelböden noch nicht fertig, sonst hätte ich Doppelvölker gebildet, um dieses Vorgehen endlich einmal auszuprobieren.

Honigräume gebe ich dann, wenn ich eine Kiste aufmache und denke “au weia, viele Bienen!”, und sich dieser Eindruck auch bestätigt, wenn ich durchblättere. Bei Völkern, wo ich innerlich aufstöhne, weil ich einfach mehr Bienen und mehr Brut erwartet hätte, lasse ich den HR noch weg. Es ist ja auch so, dass in meiner Region zu dieser Zeit nicht gerade Unmengen an Nektar eingetragen werden. Und da nur die starken Völker wirklich nennenswert etwas eintragen (können), werden die schwächeren Einheiten eng weiter geführt. Dabei orientiere ich mich insbesondere an den für mich schlüssigen Ausführungen von Ralf Kolbe.

Die Völker sehen – wie jedes Jahr – gemischt aus.
Was aber eindeutig erkennbar ist, ist dass das Frühjahr bei der Brut von Auf und Abs geprägt war: Es wurde viel Brut angelegt, dann wurde wieder eine Pause eingelegt, dann wurde es wärmer, und es wurde wieder Gas gegeben, bevor der nächste Kälterückschlag die Legetätigkeit eingebremst hat.
Daher sind die angepassten Bruträume zwar alle gut bebrütet, allerdings aktuell entweder mit verdeckelter Brut oder Stiften und nur sehr wenig Maden. Dazwischen immer wieder viel Pollen und auch frischer Nektar. Ralf Kolbe würde das ganze einen “Schweinestall” nennen, allerdings gehe ich davon aus, wenn das Wetter stabil bleibt und die Nachtfröste aufhören, dass der Schweinestall dann einfach sauber weg gebrütet wird. Die Bienen besetzten jedenfalls den Brutbereich jeweils zweilagig, was mir anzeigt, dass Volumen der Brutfläche und Masse der Bienen zueinander passen. Jetzt braucht es vielleicht nur noch konstante Plusgrade.

Jedenfalls nimmt die Saison jetzt rasant an Fahrt auf.

2022.3 – Frühling?

Anfang März war ich auf dem alljährlichen Imkerforumstreffen, irgendwo in Hessen, und es war wieder einmal sehr schön.

Das Tolle an diesen Treffen ist, die Menschen hinter den Forumsbeiträgen kennenzulernen und sich intensiv fachlich auszutauschen. So haben wir alle gemeinsam ein ordentliches Vortragsprogramm improvisiert, welches erstaunlich vielseitig war. Es ist auch weit weniger nerdig, als man als außenstehender denken würde – Imker sind doch größtenteils ziemlich normale Menschen.

Licht und Schatten

Die Frühjahrsentwicklung schreitet voran, allerdings mitunter langsamer, als es zunächst den Anschein hatte.
Die Völker, die Mitte Februar noch sehr, sehr stark waren, sind immer noch stark, allerdings haben sie in den letzten 4 Wochen schon etwas federn lassen.
Man sieht auch, dass das Brutgeschäft trotz Thermoschied wieder eingeschränkt wurde.

Die letztjährigen Ableger in Steht Styrodur Kisten haben alle recht wenig Futter verbraucht und sehen, so weit geprüft, auch alle recht gut aus. Allerdings komme ich jetzt an einen Punkt, wo auch diese Kisten nachgefüttert werden müssen (ein Ableger hat in drei Wochen 5 KG Futterteig weg geatmet, die dritte Packung liegt jetzt auf).

Es ist irgendwie ein ganz normales Frühjahr, was die Auswinterung betrifft.

Holzarbeiten

Immer wieder arbeite ich auch an Zargen. Aktuell habe ich die geplante Anzahl an Bruträumen fertig gestellt, jetzt mache ich mich daran, Böden zu bauen.

Ich werde spezielle Böden für Ableger bauen – also dass ich 2 Ableger in einer 10er Dadant Kiste unterbringen kann, welche mittig durch ein bienendichtes Trennschied voneinander separiert werden. Dazu soll der Boden sowohl vorne als auch hinten ein Flugloch haben (ich finde es gut, wenn Beuten so aufgestellt werden, dass die Fluglöcher auf unterschiedlichen Seiten liegen, um so den Verflug etwas minimieren).

Es ist noch mehr in der Pipeline, Deckel beispielsweise, und irgendwie rennt mir schon wieder die Zeit davon.

Zucht

Ich bekomme dieses Jahr einen Großteil der Königinnen von Züchtern aus meinem Zuchtverband, damit ich diese prüfen kann. Trotzdem liebäugle ich damit, eine Serie selbst zu ziehen, einfach des Spaßes wegen.

Es gibt da dieses eine Volk, welches sich scheinbar resistent gegen CBPV gezeigt hat, obwohl es massiv kranken Bienen ausgesetzt war. Es ist eine B3435 Herkunft aus 2020, deren Gene ich vielleicht doch mal sichern sollte.

Ende Mai werde ich wohl auch bei mir einen Umlarvtag anbieten. Zumindest hat mein Zuchtverband mich darum gebeten. Man wird nur mal sehen müssen, welche Herkünfte ich sinnvollerweise anbiete. Womöglich meine Überlebensvölker aus dem VSH Zuchtprogramm:

Überlebensvölker

Letztes Jahr habe ich 4 Königinnen bekommen und künstlich besamen lassen, welche dem VSH Zuchtprogramm unseres Zuchtverbandes entstammen. Diese Königinnen wurde in Mini Plus Völker eingeweiselt und dann nicht mehr behandelt.
Diese M+ haben mit ihren Bienen und Brutwaben alles an Milben mitgebracht, was diese Völkchen eben so hatten. Die besamten Königinnen haben dann ihre Genetik gestiftet und somit hatten diese Völker irgendwann nur noch Töchter der Zuchtköniginnen vorzuweisen, und damit musste dann die Varroapopulation in Schach gehalten werden.

Irgendwann im Winter war dann eines der vier Völker tot: Wenig Bienen, Futterabriss, klassische Anzeichen eines Varroaschadens. Aber die anderen drei sind immer noch da und erfreuen sich offenbar bester Gesundheit. Ob diese jetzt wirklich die Milbenpopulation via VSH/SMR drücken konnten, kann ich aktuell schwerlich feststellen, aber zumindest ein Volk, die Tochter der B1(BPF) macht locker 4 Miniplus Zargen voll.

Diese drei werde ich auf Dadant umwohnen und dann unbehandelt weiter führen und prüfen, ob sich hier VSH/SMR Eigenschaften feststellen lassen (sprich: ich behandle nicht).
Aber eventuell ergeben sich schon Hinweise darauf, welche Anpaarung eine vielversprechende Kombination sein könnte.

2022.2 – Schieden, anpassen, nicht verhungern lassen

Eigentlich will ich ja nur über Bienen schreiben. Aber wie soll das gehen, in diesen Tagen, wenn um die Ecke ein Krieg ausgebrochen ist?
Wie soll man dieser Tage nicht verzagen?

Was mich wieder einmal rettet, so von der geistigen Gesundheit her betrachtet, sind eben die Bienen, die Arbeit in der Imkerei. Wenn ich rausfahre und irgendetwas mit Imkerei mache, dann vergesse ich den Rest und die Gedanken können einmal zur Ruhe kommen.

Völker anpassen – schieden

Mitte Februar gab es ein paar warme Tage. Einen dieser Tage habe ich genutzt, die eine Hälfte der Völker zu schieden, bzw. ihren Brutbereich auf jene Größe festzulegen, die sich jetzt meiner subjektiven Meinung nach angeboten hat. Die andere Hälfte habe ich nicht geschafft, und jetzt habe ich einen schönen Vergleichstest zwischen “früh geschiedet” und “spät geschiedet”, denn derzeit ist es noch unsicher, wann das nächste Zeitfenster eine Anpassung der anderen Völker ermöglicht.

Volk nach Schied setzen – vielleicht etwas arg konservativ knapp geschiedet…

Hatte der Heuvel vielleicht doch recht?

Ich hatte ja notgedrungen im letzten Jahr die Behandlungsmethode angewendet, welche Bernhard Heuvel in seinem Buch empfiehlt, um “fette” Winterbienen zu bekommen.

Tatsächlich sahen Mitte Februar überraschend viele Völker “fett” aus, zumindest, was die Bienenmasse anbelangt. Auch waren diese Völker fast alle ausgesprochen milbenarm (was ich aufgrund der Auszählung der Bienenproben des DeBiMo weiß).

Ist jetzt schon eines der stärksten Völker…

Der Winter ist noch nicht vorbei. Ich bin immer bis zuletzt skeptisch (aka ängstlich), dass da noch etwas schief geht, denn auch der Totenfall war dieses Jahr mitunter ausgesprochen hoch, als auch dass ich an manchen Beuten Hinweise auf Durchfallerkrankungen sehe (wenngleich bei einem Blick in die Kiste sich der Eindruck nicht bestätigt hat).

Hmmmm…?

Jedenfalls habe ich mich schon vermehrt gefragt, was es mit seinen (Heuvels) Erläuterungen zum Fettkörper auf sich hat, ob das nicht doch eine relevante Theorie ist, deren Berücksichtigung maßgeblich Auswirkungen auf die Über- und Auswinterung eines Bienenvolkes hat.
Insbesondere hinsichtlich dem Unterschied zur TBE könnte hier eine größere Bedeutung beigemessen werden. Während die TBE eine zuverlässige Methode ist, Völker von der Milbe zu befreien und über den Winter zu bringen, so sehen doch die ApiVar Völker, die ohne TBE und ohne Ameisensäure behandelt wurden, besser aus, als alle anderen…

Nur: ApiVar war für ich eine absolute Ausnahme und der besonderen Situation geschuldet. Ich möchte keine Chemo-Streifen in meine Beuten hängen, etwas daran sperrt sich in mir, auch wenn anderswo in der Welt das deutlich entspannter gesehen wird (und laut Heuvel auch zu keiner Rückstandsproblematik führen soll).
Ich konnte auch beobachten, dass bei manchen Kisten das ApiVar nicht zuverlässig gewirkt hatte und eine weiterführende Behandlung im September notwendig wurde. Ähnliches berichtete ein Imker aus dem Alten Land: Sowohl bei ihm selbst, als auch bei Imkerkollegen hat es im Winter nach einer ApiVar Behandlung signifikante Ausfälle gegeben – man vermutet eine mangelhafte Charge an ApiVar Streifen.

Ich werde also dieses Jahr meine Taktik leicht ändern:
Ich werde den Brutraum immer noch anpassen, allerdings die Brutzarge mit Rähmchen voll machen und so es den Bienen ermöglichen, Nektar und Pollen auch in der Brutzarge anzulegen (bisher hatte ich im Brutraum nur noch 4-7 Rähmchen mit Brut, der Rest war Leerraum). Wenn es dann nur TBE kommt, verbleiben in der Kiste immer noch ausgebaute Rähmchen mit Pollen und Nektar, auf welche die Bienen zurück greifen können. Die Heimstatt wird also nicht vollständig “blank” gemacht.

Als eine Abwandlung habe ich mir etwas überlegt, was mit Ablegern zu tun hat und auf den Namen “Totaler Bruttausch” hören soll, aber dazu vielleicht ein andermal mehr…

Immer noch bauen

Ich baue immer noch mit Holz Dinge. Hauptsächlich Brutraumzargen, wobei ich nicht sonderlich viele baue – ich brauche einfach nur lange.

Ich habe auch ein paar Abstandshalter für meine Ablegerkästen gebaut, welche dazu verwendet werden, Futterteig auflegen zu können.

Abstandsring

Ich habe aber immer noch eine erschreckend lange Todo Liste, wenn es um das Bauen geht. Gleichzeitig macht mich das Bauen aber auch sehr glücklich.

Ich halte immer noch an dem Plan fest, keine dezidierten Ableger zu bauen, sondern Bögen und Trennschiede, die es mir ermöglichen, einen normalen Brutraum in zwei Abteile zu unterteilen (und auch getrennt füttern zu können).
Ich werde das zu gegebener Zeit an dieser Stelle dann mal vorstellen.

Was ich bestürzt zur Kenntnis nehmen musste: Mein Haus- und Hoflieferant, die Bergwiesenimkerei, hört auf. Man wird dort künftig keine Beuten mehr bauen. Damit hört mit dem Herrn Siebert meine Erachtens der beste Beutenbauer des Landes auf. Ich hätte nicht gewusst, wo ich künftig meine 10er Dadant Beuten in der Qualität mit diesen Merkmalen her bekomme. Ich habe das Glück, alle Beuten, die ich künftig brauchen werde, schon zu haben. Außerdem baue ich für mich in ähnlicher Qualität, dank des guten Holzes, was ich kaufen konnte. Aber trotzdem finde ich das ausgesprochen blöd, dass die Bergwiesenimkerei aufhören musste.

Honig machen

Ich habe noch Honig in Eimern. Der muss jetzt da raus und in Gläser.
Das steht jetzt, neben allem anderen, auch noch an. Aber es wird ja gar nicht mehr so lange dauern, da kommt dann schon neuer Honig rein.

Erfreulich ist, dass ich für die Linde dieses Jahr wieder einen vermutlich sehr guten Standplatz ergattern konnte, nachdem mein alter Standplatz vom Eigentümer gekündigt wurde, als dieser feststellen musste, dass ich Querdenker, Impfgegner und Maskenverweigerer doof finde (es war eine absurde Situation… aber diese Zeit ist ja voller absurder Momente).
Ich suche immer noch nach guten Plätzen für Robinie, aber da ists derzeit echt schwierig.

Ansonsten: Ich werde dieses Jahr meine Völker in kleineren Gruppen mehr verteilen und versuchen, Ansammlungen von >10 Völker zu vermeiden. Im Moment ziele ich auf 6 Völker pro Standort ab, wobei diese Standorte dann auch nicht weit auseinander liegen werden.
Aber ich möchte verhindern, dass eventuell auftretende Krankheiten sich wieder schnell von Volk zu Volk verteilen können. Außerdem werde ich insgesamt weniger Völker wandern. Ich werde den Großteil im April an seinen Standort verbringen und dann bis Ende des Sommers dort stehen lassen, und nur ein, zwei kleinere Gruppen regelmäßig umsetzen.

So zumindest der Plan. Aber was sind schon Pläne…

2022.1 – Basteln und Bauen

Die neue Saison beginnt dieses Jahr etwas anders als sonst: Ich habe nicht direkt Beuten und Honigräume bestellt, sondern Holz und Maschinen wie Kreissägen, Fräse, Bohrer usw. usf.

Ich habe angefangen, Bruträume zu bauen, und wer mir auf Instagram folgt, hat schon erste Ergebnisse sehen können. Das ganze ist für jemanden wie mich, der praktisch keinerlei Erfahrung im Holzbau hat, schon ausgesprochen mühsam und zeitraubend. Aber eben auch sehr befriedigend, wenn es denn klappt.

Ich will rund 16 Bruträume bauen, und dazu probiere ich gerade unterschiedliche Verbindungen aus, Fingerzinken, Nut und Feder, pipapo. Weiterhin brauche ich dann noch 10 Böden und 10 Deckel sowie 10 bienendichte Trennschiede.

Die Idee ist nämlich, Bruträume zu teilen und darin pro Beute jeweils 2 Ableger zu parken.
Daher benötige ich auch “spezielle” Böden, bzw. habe ich konkrete Ansprüche an die Böden (als auch an die Deckel):

Das Trennschied soll im Boden in eine Nut laufen, um etwaige Bewegungen des Schieds während des Transportes zu verhindern. Außerdem will ich ein Flugloch vorne und eines hinten haben, damit die Ableger entgegengesetzte Fluglöcher haben, und nicht nebeneinanderliegende.
Außerdem müssen in die Böden meine Standard-Varroaschubladen passen, also jene, die ich mit den Beuten von der Bergwiesenimkerei bekommen habe.
Bestenfalls passen auch die schon vorhandenen Anflugbretter an die Beuten.

Die Deckel sollen in der Mitte zweigeteilt sein, mit jeweils einem Spundloch pro Seite, damit ich im Frühjahr/Spätwinter ggf. jede Einheit getrennt von einander nachfüttern kann (ja, ich will darin auch Völker überwintern).

Was perfekt zu einem geteilten Brutraum passt, sind meine Nicot Futterzargen, welche zwei getrennte Aufstiege haben.

So soll also eine Ablegerkiste entstehen, die weitestgehend kompatibel zu meinen normalen Dadantkisten ist, die im Grunde auch vollwertig als Honig-machende Beute zu verwenden sind, die aber bei Bedarf auch geteilt werden können.

Wenn ich eine TBE mache, und im Schnitt 5-6 Brutwaben einem Wirtschaftsvolk entnehme, kann ich in einer Kiste die Brutwaben von zwei Völkern unterbringen und daraus 2 neue Ableger machen, so der Plan. Wenn dann eine Einheit in diesem Duo nichts wird, dann ziehe ich einfach das Schied, und habe dann eine funktionierende Einheit, ohne irgendwelche anderen Maßnahmen ergreifen zu müssen.
Das ist alles nicht wirklich neu, all das gibts schon, nur hatte ich eben Bock, etwas zu bauen.
Und das mache ich jetzt.

Wenn sich das System bewährt, will ich davon mehr bauen, und zwar so viel, dass ich meine Kunststoff-Stehr Ablegerkisten nicht mehr brauche. Dann öffnet sich der Weg Richtung Bio-Zertifizierung wieder ein Stückchen mehr.

Insgesamt bin ich jetzt an einem Punkt, wo ich mich freue, wenn es wieder mit den Bienen los geht. Aber bis dahin ist noch einiges zu tun.

Frohes und gesundes Neues Jahr, werter Leser

Besser spät als nie, wünsche ich dem treuen Leser, der treuen Leserin ein gesundes und auch frohes Neues Jahr.

Wir haben in letzter Zeit nicht so viel voneinander gehört, oder anders ausgedrückt: Meine Schreibtätigkeit hat etwas nachgelassen in den letzten Monaten. Aber es hat ja auch etwas sehr Repetetives, so ein Bienenjahr. Daher gab es auch nicht immer wirklich Neues zu berichten. Und dann kostete alles auch etwas mehr Kraft als sonst – als vor der Pandemie.

Diese Pandemie ist seit nunmehr zwei Jahren das alles bestimmende Thema, und natürlich macht das alles auch vor der Imkerei nicht Halt, Messen fallen aus, Konferenzen ebenso und das Imkerforumstreffen konnte in 2021 auch nicht so stattfinden, wie geplant (wenngleich wir im September ein wirklich schönes Outdoortreffen hatten).

Diese Pandemie drückt auch insgesamt auf die Stimmung. Es ist nicht unbedingt das Virus selbst, oder die Einschränkungen, mit denen eine Pandemiebekämpfung einhergeht. Es ist diese kleine, nervige, laute Minderheit, welche in ihrer Parallelwelt lebt, für Argumente nicht mehr erreichbar ist und Tag für Tag ein gemeinsames, solidarisches Zusammenarbeiten gegen das Virus sabotiert.

Der treue Leser mag bemerkt haben, dass ich vielleicht nicht einen Wissenschaftsfetisch habe, aber ich insgesamt ein großer Freund bin von Entscheidungen, die auf einer soliden Basis von Fakten oder zumindest sehr plausiblen Annahmen getroffen werden. Es hat ja auch Gründe, warum ich beim Deutschen Bienenmonitoring mitmache (Daten sammeln, aus denen sich plausible Handlungsempfehlungen ableiten lassen, zum Beispiel) oder hier immer wieder ausführlich darlege, welche Daten zu welchen Entscheidungen führen.

Da mag es wenig überraschend sein, dass ich an der derzeitigen Verfasstheit unserer Gesellschaft leide, wenn ich sehe, wie ein Teil davon mit dem Fakt des Vorhandenseins des Coronavirus umgeht, oder auch beispielsweise mit der herannahenden Klimakatastrophe.

Der mitlesende Imker mag mir zustimmen: Als Bienenhalter ist man ziemlich dicht dran am Puls des Klimas. Die Bienen, als eine Art Indikator mit 6 Beinen, zeigen einem jedes Jahr mehr und mehr, wie die sie umgebende Umwelt in eine Schieflage gerät. Es gibt Regionen in Süddeutschland, da haben die Bienen Mühe, überhaupt noch Nektar zu sammeln. In etlichen Regionen musste im Frühjahr 2021 zugefüttert werden, weil die Bienen nicht ausreichend Nahrung fanden, in Brandenburg leidet man seit 2018 an einer anhaltenden Dürre.

Wenn man also als Typ mit Bienen ziemlich direkt in den Klimawandel blickt, dann hat man für den Typ mit dem “Fuck You Greta!” Aufkleber auf dem SUV nur noch ein Kopfschütteln übrig. Es wird übrigens auch nicht besser, wenn man mit solchen Leuten ins Gespräch kommen will – zu schnell muss man sich dann etwas anhören über die “Klimalüge”, die vom “Zwangsgebührenfinanzierten Staatsfunk” propagiert werden würde, von “Vielflieger Luisa” und darüber, dass diese “verwöhnten Fridays for Future Kinder doch erstmal ihr eigenes Geld verdienen sollen, bevor sie anderen Vorschriften machen wollen!”

Das ist der gleiche Schlag von Mensch, der jetzt in einer Pandemie mit einem Virus, welches etwa 2-3% seiner Erkrankten tötet, behauptet, dass Spaziergänge das eigene Immunsystem so stärken, dass das Virus ihnen nichts anhaben könne, der meint, das Virus und die Impfung sei Teil einer groß angelegten Verschwörung rund um einen “Great Reset”, oder der sich nicht impfen lassen möchte, weil die “Impfung ja gar nicht erprobt sei” und man Teil eines “Genexperiments” würde.
Die gleichen Leute, die heute keine Angst vor Corona haben, weil es ja nur ein Schnupfen sei, und die auch nicht von >100.000 Toten von diesem Glauben abgebracht werden können, hatten 2016 noch Angst, dass in Deutschland eine Umvolkung drohte; die gleichen, die eine Coronaimpfung ablehnen, weil “man ja nicht wisse, was da eigentlich in dem Impfstoff enthalten ist”, haben sich bis vor der Pandemie alle Impfungen in den Oberarm drücken lassen, um nach Thailand in den Ladyboy Puff fliegen zu können. In der Muckibude trifft man Menschen, die sich vor dem Training Pillen aus dem Internet in den Rachen werfen um “besser trainieren” zu können, die sich nach dem Training Shakes aus Pülverchen fragwürdiger Herkunft rein kippen, um den Muskelaufbau zu stimulieren, aber in der Umkleide, mit dem Shake in der Hand, darüber lamentieren, sich nicht impfen zu lassen, “weil man ja nicht wissen kann, welche Langzeitfolgen das Impfen hat”

Ich könnte ewig so weitermachen, Beispiele zu schildern für jene Idiotie, die mich an unserer Gesellschaft verzagen lässt. Dabei handelt es sich allem Anschein nach tatsächlich um eine Minderheit. Die allermeisten Menschen handeln zumeist verantwortungsvoll und umsichtig. Aber es ist diese krakeelende Minderheit, die es irgendwie schafft, die Mehrheit der Vernünftigen vor sich herzutreiben. Das gilt bei Corona genau so wie für den Kampf gegen die Klimakatastrophe.
Dass wir in Deutschland Beispielsweise kein generelles Tempolimit von 130km/h durchsetzen können, obwohl uns das jedes Jahr rund 2.000.000 Tonnen CO2 einsparen (und von den weniger Verkehrstoten mal ganz abgesehen) und praktisch nichts kosten würde, ist nur damit zu erklären, dass die Politik sich nicht traut, so etwas gegen den Willen der lauten Auto-Fetisch-Fraktion durchzusetzen.
Wenn wir schon so eine vergleichsweise harmlose Maßnahme nicht gesamtgesellschaftlich akzeptieren und durchsetzen können, wie wollen wir dann die dicken Klimabretter bohren?
Ich werd’s euch verraten: Gar nicht.

Ich glaube mittlerweile, dass der Mensch als Spezie wie selbstverständlich davon ausgeht, irgendwie ausserhalb der Evolution, ausserhalb der Selektion zu stehen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum der Mensch tut was er tut. Der Mensch hat nicht begriffen, dass er mit der Physik nicht verhandeln kann. Er kann sich nicht mit einem Aussenminister des “Weltklimas” an einen Tisch setzen und einen Friedensvertrag aushandeln. Wenn Kipppunkte erreicht sind, ist es zu spät. Dann werden wir als Menschheit mittelfristig aufhören zu existieren. Wir sind dem Planenten, der Evolution, dem Universum egal. Es gibt auch keinen Gott, der uns retten wird, weil er uns angeblich erschaffen hat. Wir werden uns als Gattung “Mensch” einfach selbst aus dem Spiel nehmen. Und das ist dann ein ganz natürlicher Vorgang, den jeder Imker gut kennt: Was nicht performt, wird abgedrückt.

Wir wissen das alles. Und wir ändern nichts.
Ich bin sicher, wenn wir oder unsere Kinder erst mal in bewaffnete Konflikte um Wasser und Nahrung verwickelt sind, dann werden alle überrascht sein und sagen: “Das hat ja keiner kommen sehen! Das konnte ja keiner ahnen!” – und irgendwie wird mir das dann bekannt vorkommen.

Frohes Neues Jahr!